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(PS/TWA) Bildungs- und Hochschulpolitk in Europa

(15001)

TypProseminar
Dozent/inDr. Andreas Hofmann
SpracheDeutsch
Maximale Teilnehmerzahl30
Freie Plätzenein
RaumGarystr.55/A Hörsaal
Zeit

Mo, 14:00-18:00 Uhr (Präsenz)

Zielgruppe

BA

Kommentare: Bildung ist das zentrale Zugangstor zum gesellschaftlichen Leben. Die von uns im Bildungssystem erworbenen Fähigkeiten und Zertifikate sind für viele spätere Lebensabschnitte zentral. Der Zugang zu gut bezahlten und prestigeträchtigen Jobs, das erwartete Lebenseinkommen, die allgemeine Zufriedenheit mit den Lebensumständen, politische Einstellungen, ja sogar Gesundheit und die Wahl eines Partners oder einer Partnerin sind eng mit dem persönlichen Bildungsweg verbunden.

Es ist also von enormer politischer Bedeutung, wie der Zugang zu Bildung in einer Gesellschaft gestaltet ist. Eine meritokratische Gesellschaft, in der Individuen in erster Linie nach Ihrer persönlichen Leistung und nicht nach ihrer Herkunft bewertet werden, kann nur funktionieren, wenn alle dieselben Chancen auf gute Bildung haben. Gesellschaftliche Ungleichheit hingegen verfestigt sich, wenn der Zugang zu Bildung für Kinder eng an die Umstände der Eltern geknüpft ist. Unterschiedliche Bildungssysteme gehen auf unterschiedliche Weise mit dieser Herausforderung um und haben dabei unterschiedlichen Erfolg. 

In diesem Seminar widmen wir uns den zentralen politischen Fragen um Bildung und gesellschaftliche Ungleichheit. Auf diesem Weg nähern wir uns auch zentralen Aspekten des politikwissenschaftlichen Umgangs mit relevanten sozialen Themen. Wir fragen also inhaltlich: Was ist eigentlich Bildung und wofür ist sie gut? Kann man Bildung messen? Welche Arten von Bildungssystemen können Ungleichheit am besten bekämpfen? Im selben Zug fragen wir aus Sicht der Wissenschaft: Was sind eigentlich wissenschaftlich relevante Fragestellungen in diesem Bereich? Was unterscheidet die Politikwissenschaft von politischem Kommentar in der Tageszeitung? Was ist der Unterschied zwischen normativer und empirischer Forschung? Was macht eigentlich gute Forschung aus?

Das Ganze wird abgerundet durch einen Fokus auf das Handwerk: Wo finde ich Informationen? Wie unterscheide ich gute von schlechten Quellen? Wie organisiere ich Literatur und Daten und wie zitiere ich richtig? Und zu guter letzt: wie schreibe ich eine gute Hausarbeit?

Das Seminar findet endlich wieder in Präsenz statt, unter den dann geltenden Hygieneregelungen. Einzelne Sitzungen, insbesondere zu Themen, bei denen sich eine konzentrierte Arbeit in kleineren Gruppen lohnt, können wir trotzdem digital abhalten. Wir werden also versuchen, die durchaus existierenden Vorteile der digitalen Lehre in die Rückkehr zum “normalen” Präsenzbetrieb hinüberzuretten.