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Außerschulische Politische Bildung am OSI

Diplom-PolitologInnen haben im erwachsenenbildnerischen Berufsfeld eine gute Position: Sie stellen nicht wenige LeiterInnen und hauptamtliche MitarbeiterInnen an Heimvolkshochschulen, Jugendbildungsstätten, Begegnungsstätten, in den Landeszentralen für politische Bildung und an Volkshochschulen. Daneben arbeiten viele OSI-Absolventinnen und Absolventen frei- und nebenberuflich in der Erwachsenen- und Jugendbildung.

Ursprünglich betrieb die Deutsche Hochschule für Politik selber politische Erwachsenenbildung: In der Weimarer Republik und bei der Wiedergründung 1949 war es ein wichtiges Ziel der Hochschule, haupt- und nebenamtlich politisch aktive Menschen, die Funktionen in Parteien, Gewerkschaften, Verbänden, Parlamenten und Verwaltungen, im Auswärtigen Dienst und im Journalismus wahrnahmen, durch politische Bildung zu fördern und damit eine demokratische politische Kultur in Deutschland zu stärken. In den 50er Jahren wurde die Hochschule schnell zu einer akademischen Ausbildungsstätte, mit Vollstudierenden, die sich selber zu politischen Bildnern in Schule und Volkshochschule qualifizieren wollten. Während die Sozialkundelehrerausbildung sich in einem eigenen Studiengang professionalisiert hat, bleibt die Qualifikation für eine Tätigkeit in der politischen Erwachsenenbildung (einschließlich der außerschulischen Jugendbildung) eine der im Hauptstudium des Diplom- sowie des Bachelorstudiengangs angebotenen berufsvorbereitenden Spezialisierungsmöglichkeiten.

Anders als bei der Ausbildung zum Diplom-Pädagogen wird hier nicht eine umfassende Kunstlehre der Didaktik und Methodik vermittelt und geübt; vielmehr baut die Lehre am OSI in diesem Bereich auf einem im übrigen Politologiestudium erworbenen Kenntnis- und Problemstand auf und bietet Möglichkeiten, sich versuchsweise auf die Tätigkeit der Vermittlung und der Organisierung von Lernprozessen einzulassen. Das wirkliche "Training" der politischen Erwachsenenbildnern und -bildnerinnen muss dann "on the job" erfolgen.