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„Shared society“ – gemeinsame Perspektiven auf Teilhabe und Anerkennung. Erfahrungen und Perspektiven aus Israel und Berlin

08.11.2018 | 17:00

Forum

Israel und Berlin eint die Vielfalt einer (Einwanderungs-)Gesellschaft, in der BürgerInnen unterschiedlicher Hintergründe zusammen leben, arbeiten und lernen. „Shared society“ wird verstanden als Konzept, mit dem die Perspektive einer gleichberechtigten Teilhabe aller – in Politik und Gesellschaft – realisiert wird.

„Shatil“, der operative Bereich des New Israel Fund, begleitet in Israel eine Reihe von Programmen, u.a. im Bildungsbereich, die dem Ziel der „Shared Society“ verpflichtet sind.
Über verschiedene methodisch-didaktische Ansätze sollen dabei die Fähigkeit zum Perspektivwechsel, das Hinterfragen eigener Maßstäbe und Lebensmodelle, die Auseinandersetzung mit Stereotypen und Vorurteilen gefördert werden. Dabei werden sowohl kognitive als auch affektive Zugänge gewählt, um die Neugier zu steigern und das Bedürfnis zu stärken, Zusammenhänge zu verstehen.
Anknüpfungspunkte sind gesellschaftliche Konfliktpotentiale in der Einwanderungsgesellschaft und globale Zusammenhänge, die das Zusammenleben in diesen Gesellschaften beeinflussen.
Bei den Projekten geht es darum, die Reflexionskompetenz zu stärken und eine symmetrische Diskussionskultur zu fördern, die von Toleranz und Respekt geprägt ist und das Gegenüber nicht zum anderen macht. Es ist der Anspruch, an der Gestaltung einer der Würde verpflichteten Gesellschaft mitzuwirken, die unterschiedliche politische, kulturelle, soziale und religiös-weltanschauliche Lebensentwürfe gleichberechtigt anerkennt.

Angesichts gesellschaftlicher Umbrüche und der damit verbundenen Verunsicherungen und konkurrierenden Orientierungsangebote haben sich auch in Berlin Ansätze der politischen Bildung etabliert, die Konzepte von Diversity, Intersektionalität, Empowerment und Inklusion aufgreifen.

Welche Erkenntnisse können wir aus dem Vergleich der Ansätze und Erfahrungen aus Israel und aus Berlin ziehen? Wie kann es gelingen, einen demokratischen und menschenrechtlichen Rahmen – gerade auch im pädagogischen Kontext – zu stärken? Dabei ist nach der Bedeutung von Bildung und nach den Chancen und Grenzen zivilgesellschaftlicher Projekte und schulischer Bildung zu fragen.

Zeit & Ort

08.11.2018 | 17:00

Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22-24,
10623 Berlin,
Besuchszentrum

OSA Politikwissenschaft für das Lehramt