Wahlstudie zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026
Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Landeswahlleiter
Bei den Wahlen in Berlin im September 2021 kam es zu zahlreichen Unregelmäßigkeiten, die letztlich zu einer Wiederholungswahl im Jahr 2023 geführt haben. All dies ist vielen Bürgerinnen und Bürgern noch in Erinnerung – aber wie haben sich diese Erfahrungen auf das Vertrauen der Wahlberechtigten ausgewirkt, und wie erleben sie die Durchführung der Wahlen im Herbst 2026?
Im Nachgang zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026 startet dazu eine neue Studie der Arbeitsstelle für politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland. 20.000 über eine Zufallsstichprobe ausgewählte, wahlberechtigte Berlinerinnen und Berliner werden per Post angeschrieben und eingeladen, an einer repräsentativen, registergestützten Online-Befragung teilzunehmen. In dem Online-Fragebogen geht es vor allem um die Zufriedenheit mit der Berliner Wahlorganisation, um Urnen- und Briefwahl sowie um Informationsquellen und den Informationsstand der Befragten.
Die Wahlen in Berlin zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 20. September 2026 bieten uns einen idealen Anlass zur Untersuchung der Frage, ob und wie sich das Auftreten von Unregelmäßigkeiten bei der Durchführung von Wahlen kurz- und mittelfristig auf die Wahrnehmungen von Wahlen, Institutionen und letztlich der Demokratie auswirken.
Die Wahlstudie zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026 untersucht direkt nach den Wahlen vom 20. September 2026 die Einstellungen von Berliner Wahlberechtigten aller Altersgruppen. Kurz danach startet eine zweite Studie: die Jugendwahlstudie zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026. Diese zweite Befragung knüpft an frühere Jugendwahlstudien der Arbeitsstelle von Prof. Faas an und richtet sich nur an Jugendliche und junge Erwachsene.