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Nationaler Workshop für ein zukünftiges Ecosystem-Accounting in Deutschland mit Beteiligung des FFU / Roland Zieschank

News vom 10.03.2020

Am 3. März 2020 befasste sich ein Expertenkreis aus unterschiedlichen Ministerien, wissenschaftlichen Bundesbehörden, dem Statistischen Bundesamt und verschiedenen Forschungseinrichtungen in Hannover mit der Frage, wie Ökosysteme und Ökosystemleistungen zukünftig in die Wirtschaftsberichterstattung einbezogen werden könnten. Roland Zieschank bestritt den Einführungsvortrag und verortete die Arbeit eines Verbundprojektes im Kontext internationaler Entwicklungen. (Tagungsprogramm) In Deutschland vergleichsweise wenig beachtet, befassen sich die UN, die Weltbank und auch Initiativen auf EU-Ebene mit dem Aufbau eines integrierten, ökologisch-ökonomischen Berichtssystems, welches zentrale Leistungen von Ökosystemen für den Menschen bilanziert: Sowohl das Naturvermögen – einschließlich Biodiversität - als auch die vielfältigen Vorteile von Wäldern, naturnahen Gebieten, städtischen Grünanlagen, Gewässern und bewirtschafteten Ökosystemen werden somit ein wichtiger Bestandteil gesellschaftlicher Wohlfahrt, neben dem produktiven Kapital und dem „Humankapital“. Damit wären auch Ausgaben für das Naturvermögen nicht mehr nur Kosten, sondern Investitionen, welche sich über eine Luftverbesserung in Städten, die Bindung von Treibhausgasen oder das psychische und kulturelle Wohlbefinden vieler Menschen bemerkbar machen. Als konzeptioneller Rahmen spielt inzwischen das UN SEEA-EEA eine zentrale Rolle für die Fortentwicklung nicht zuletzt der deutschen Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (System of Environmental Economic Accounting – Experimental Ecosystem Accounting). Da es hier noch kein international verbindliches Methodenwerk gibt, handelt es bei dem vorgestellten Forschungsprojekt von IÖR-Dresden, TU Berlin, FFU und Bundesamt für Naturschutz ebenfalls um ein Pilotprojekt: Am Beispiel von Biodiversität, urbanen Parks und Grünzügen sowie einem Sektor der Landwirtschaft sollen exemplarisch Ökosystemleistungen identifiziert und ihre Vorteile auch monetär bewertet werden. Der Beitrag von Roland Zieschank kann hier aufgerufen werden. Eine Kurzübersicht zum Verbundprojekt ermöglicht das Policy Paper: „Die übersehenen Werte der Natur“.

Der zweite Beitrag von Roland Zieschank auf dem Workshop zum Forschungsschwerpunkt „Roadmap für ein zukünftiges Accounting“ fließt in den anstehenden Schlussbericht des Projektes ein.  

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