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Symposium: Indikatoren für eine Evaluierung von nationalen Nachhaltigkeitsstrategien - Ökologische Dimension

Förderung:
Forschungszentrum Jülich
BMBF
Projektlaufzeit:
01.11.2002 — 01.07.2004

Projektpartner:

Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin (JDZB)


Projektbeschreibung

Besonders für die industrialisierten Länder stellt sich inzwischen verschärft die Frage, inwieweit sie einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung wirklich näher gekommen sind und in welchen Bereichen zukünftig Handlungsbedarf besteht. Klärungen hierzu erfordern ein Mess- oder Kontrollsystem, mit dem sich Trends über längere Zeit dokumentieren und anschließend beurteilen lassen. Während sich die internationale Diskussion über Umweltziele intensiviert – sei es am Beispiel des Kyoto-Protokolls, im Zusammenhang mit der Aufstellung von Umweltplänen in den meisten der OECD-Staaten oder wissenschaftlichen Präzisierungsversuchen von Nachhaltigkeitsimperativen – erscheint die Entwicklung umfassenderer Monitoring- und Evaluierungsinstrumente noch nicht zufriedenstellend. Denn ob die umweltpolitischen Ziele erreicht werden, lässt sich nur anhand empirischer Kennzahlen und hier letztlich anhand des realen Umweltzustandes beurteilen.

Die Entwicklung entsprechender Indikatoren wird deshalb von mehreren internationalen Institutionen forciert. So sind die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die OECD konzeptionell bestrebt, Umwelt- und Nachhaltigkeitsindikatoren festzulegen. Hinzu kommen eine Reihe technischer Weiterentwicklungen, d.h. hochdifferenzierte und flächendeckende Beobachtungssysteme. Hinter diesen Ansätzen stehen jedoch sehr unterschiedliche politische Strategien. Beispielsweise geht die EU davon aus, dass Umweltbelastungen eher durch Veränderungen in wirtschaftlichen Sektoren erzielbar sind und weniger im Bereich der klassischen Umweltpolitik. Damit verändert sich gleichermaßen die Rolle von Umweltinformationen.

Das Symposium in 2004 sollte der wechselseitigen Information über europäische und japanische Bemühungen bei der Erfassung wichtiger umweltbelastender Sektoren sowie des Umweltzustandes dienen. Dies schließt die Erörterung von Lösungswegen für damit verbundene Problemstellungen ein. Auch das deutsch-japanische Umweltabkommen von 1997 sieht einen frühzeitigen Gedankenaustausch zu (globalen) Fragen des Umweltschutzes vor. Insgesamt diente die Veranstaltung dazu, die besten Ansätze und Konzepte zu erörtern, den wechselseitigen Informationstransfer zu fördern und Empfehlungen für inhaltliche Weiterentwicklungen und politische Abstimmungen auszuarbeiten.

Adressaten: Vertreter aus Politik und Administration, Wissenschaft (Indikatorenentwicklung, Politikberatung) Wirtschaft und Öffentlichkeit (Journalisten als stellvertretende Gruppierung für die öffentliche Meinung).