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From Conflict to Collective Action: Institutional Change and Management Options to Govern Transboundary Water Courses (CollectiveWater)

Förderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektlaufzeit:
01.05.2005 — 30.04.2007
Ansprechpartner/in:
Stefan Lindemann

Projektpartner:

Hebrew University, Jerusalem, Departments of Law and Geography;
University of Haifa, Department of Economics;
Water & Environmental Development Organization, Bethlehem;
Palestinian Water Authority;
Israeli Water Commission;
Technical University of Berlin, Centre for Water in Urban Areas;
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ);
University of Trier, Faculty of Law

Projektbeschreibung

Politische und hydrologische Grenzen fallen oft auseinander. In diesem Fall wird von Wasserwirtschaftlern häufig die Errichtung von grenzüberschreitenden Institutionen für ein integriertes Wasserressourcenmanagement propagiert. Aus sozialwissenschaftlicher Sicht wirft diese Forderung die folgenden Fragen auf:

  • Unter welchen Bedingungen kann mit der Einrichtung solcher grenzüberschreitender Institutionen gerechnet werden?
  • Was sind alternative Ausgestaltungen dieser Institutionen und deren Vor- und Nachteile?
  • Unter welchen Bedingungen lassen sich institutionelle Arrangements in einem Flussgebiet auf andere Flussgebiete übertragen?
  • Was ist die Rolle von naturräumlichen Skalen im grenzüberschreitenden Flussgebietsmanagement?

Das Projekt untersuchte diese Fragen unter Bezug auf das Einzugsgebiet der Elbe und das Kidrontal/Wadi Nar in Israel-Palästina. Dabei wurde auf ökonomische, rechtliche, politikwissenschaftliche und technische Expertise zurückgegriffen. Im Elbe-Einzugsgebiet wurde die Effektivität der existierenden Institutionen für grenzüberschreitendes Gewässermanagement auf der Basis qualitativer Interviews untersucht. Im Kidrontal/Wadi Nar, wo es bisher keine grenzüberschreitenden Institutionen gibt, wurden im Rahmen einer Stakeholderanalyse alternative Bewirtschaftungsoptionen identifiziert und auf der Basis einer Kosten-Nutzen- und einer Multikriterienanalyse bewertet. Auch unter Rückgriff auf europäische Erfahrungen wurden daraufhin alternative institutionelle Arrangements identifiziert und vergleichend bewertet. Mit seinen Untersuchungen berät das Projekt eine informelle Bestrebung von Israelis und Palästinensern, einen gemeinen Bewirtschaftungsplan für das Kidrontal/Wadi Nar zu entwickeln.