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Bleivergiftungen bei Seeadlern: Kommunikation von Forschungsergebnissen als Grundlage für gesellschaftliche Meinungsbildung

Projektleitung:
[Projektleitung verlinken]


Förderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektlaufzeit:
01.06.2006 — 30.09.2009
Ansprechpartner/in:
Roland Zieschank

Projektpartner:

Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), Berlin

Projektbeschreibung

Die FFU befasst sich im Rahmen dieses Projekts zum einen mit der Analyse des Informationsstandes der Jägerschaft in mehreren Bundesländern sowie mit der Identifizierung möglicher Konfliktlinien, die einer Lösung der Bleiproblematik im Wege stehen. Zum anderen ist die FFU aktiv mit der Vermittlung von Forschungsergebnissen an unterschiedliche Akteure („Stakeholder“) befasst. Die wichtigsten Ansprechpartner sind Jäger, Förster, Munitionshersteller, Waldbesitzer und Naturschützer sowie die interessierte Öffentlichkeit.
Ziel ist es, im Rahmen einer dialogorientierten Forschung eine beispielhafte Problemlösungsstrategie für Konflikte zwischen unterschiedlichen Interessenvertretern zu entwickeln. Im Erfolgsfall finden die beteiligten Gruppierungen einen Konsens, der staatliche Vorgaben oder gesetzliche Regelungen erübrigt.

Seit Mai 2010 liegt ein (interner) Endbericht zum Projekt vor. Eine Übersicht bietet das folgende Berichtskennblatt für den Projektträger >>

Ende 2010 hat das IZW einen Sammelband zum Verlauf und den Ergebnissen des Projekts herausgegeben, in dem auch die Forschungsergebnisse des FFU nachzulesen sind. Krone, Oliver (Hrsg.): "Bleivergiftungen bei Greifvögeln. Ursache, Erfahrungen, Lösungsmöglichkeiten. Der Seeadler als Indikator". ISBN 978-3-00-033402-3, Preis: 20 €, erhältlich beim IZW.

Veranstaltungen

Am 26. März 2007 fand in Berlin ein erstes Fachgespräch statt. An dieser Auftaktveranstaltung nahmen Vertreter der Jägerschaft, von Waldbesitzerverbänden, der Munitionsindustrie, von Verbänden des Umwelt- und Vogelschutzes sowie staatlicher Stellen auf Bundes- bzw. Landesebene und das wissenschaftliche Team von IZW und FFU teil.
Die Tagung ermöglichte es zum einen den Beteiligten, ihre Standpunkte und Argumente darzulegen, zum anderen wurde ein erster Konsens erzielt: Er betraf die Ursachen der Bleivergiftungen sowie den hieraus folgenden Handlungsbedarf.
Programm
Dokumentation
Diskursanalyse

Am 5. Mai 2008 wurde vom Projektteam an der Freien Universität Berlin ein zweites Fachgespräch mit Vertretern unterschiedlicher gesellschaftlicher und staatlicher Organisationen durchgeführt, das sich mit dem Thema "Bleivergiftungen bei Greifvögeln - Neue Erkenntnisse und Handlungsmöglichkeiten" befasste.
Programm
Ergebnisse

Tagung und Fachgespräch am 16. und 17. April 2009:
In der Abschlussphase des Verbundprojektes werden die wissenschaftlichen Ergebnisse der dreijährigen Forschungsarbeiten zu den Ursachen und Lösungsansätzen von Bleivergiftungen bei Greifvögeln einem größeren Publikum im Rahmen einer Tagung am 16. April vorgestellt. Hierzu werden neben Referenten des Projektes auch Redner aus den USA und Japan über die dortige, vergleichbare Bleiproblematik bei Greifvögeln berichten. Die Beiträge der Tagung sollen einen wichtigen Aspekt bei der Lösung des Problems liefern.
Im anschließenden dritten Fachgespräch am 17. April wurden mit Vertretern der Jägerschaft, von Umweltverbänden und des Artenschutzes, der Munitionsindustrie sowie des Munitionshandels, der Waldbesitzer und staatlichen Stellen die Ergebnisse diskutiert. Ziel des Gespräches war es, zu einer einvernehmlichen Lösung im Sinne einer nachhaltigeren Jagd zu kommen.
Tagungsprogramm (PDF)
Erklärung der Teilnehmer (PDF)
Minderheitsvotum des Ökologischen Jagdverbandes / Deutschen Naturschutzringes zu dieser Erklärung
 (PDF)