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Identifizierung neuer gesellschaftspolitischer Bündnispartner und Kooperationsstrategien für Umweltpolitik

Mitarbeiter/innen:

Giulia Kalt, Anna-Lena Guske

Förderung:

Umweltbundesamt

Projektlaufzeit:
01.07.2017 — 31.12.2020

Ob Klimawandel, Ressourcennutzung oder Mobilitätswende – bei dem Versuch, Umweltprobleme isoliert voneinander zu lösen, stößt die Umweltpolitik immer häufiger an ihre Grenzen. Der Grund: Die Ursachen sind systemisch, sie lassen sich nur mit einem weitreichenden gesellschaftlichen Wandel beheben. Hierfür bedarf es einer integrierenden Gesellschaftspolitik, die unterschiedliche Ziele und Akteure miteinander verknüpft. Dies wird international etwa mit den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, national mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung angestrebt.

Vor diesem Hintergrund untersuchte ein Konsortium aus IÖW, FFU, sociodimensions und kommunikation@arbeit, wie neue Kooperationen mit Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden für eine transformative Umweltpolitik und eine ambitionierte Nachhaltigkeitspolitik gelingen können. Dabei wurden sowohl die Bundes- und Länderebene als auch regionale und kommunale Ebenen berücksichtigt und Kooperationsstrategien für eine moderne, integrierte Umweltpolitik entwickelt.

Das Projekt „Neue Allianzen für Nachhaltigkeitspolitik“ zielte darauf ab, Synergiepotenziale zwischen umweltpolitischen Akteuren, Gewerkschaften sowie Wohlfahrts- und Sozialverbänden auszuloten und Kooperationsstrategien sowohl konzeptionell wie auch exemplarisch in der Praxis zu entwickeln. Die Heterogenität ihrer Interessen, Weltsichten, Funktionslogiken und Leistungserwartungen soll besser verstanden werden, um auf dieser Basis die Bedingungen für kooperative Praktiken herauszuarbeiten.

Neben der wissenschaftlichen Analyse initiierte und begleitete das Projekt einen Verständigungsprozess, der zur Planung und Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten zwischen potenziellen Bündnispartnern beitragen soll. Um diese Ziele zu erreichen, geht das Projekt folgenden zentralen Fragen nach:

  1. Wie können vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen sowie im Anschluss an derzeitige umweltpolitische Strategien und Programme neue Zukunftsdebatten und Allianzen mit Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden gelingen?
  2. Welche Themen, Problemlagen und Lösungswege eignen sich besonders, welche weniger? Welche gemeinsamen Interessen treten hervor, welche widerstreitenden Positionen lassen sich klären und zusammenführen, welche Differenzen können und müssen akzeptiert werden?
  3. Wie können neue Kooperationsstrategien aussehen und inwieweit kann eine moderne integrierte Umweltpolitik diese gezielt unterstützen und nutzen?

Hier gelangen Sie zu der Broschüre „Neue Allianzen für sozial-ökologische Transformationen“, in der die Schlussfolgerungen aus dem Projekt zusammengefasst sind.