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Erfolgsbedingungen umweltentlastenden Strukturwandels: Internationale Fallstudien zu ausgewählten Grundstoffindustrien (2)

Mitarbeiter/innen:

Andreas Karmanski
Simone Schucht

Förderung:
European Commission
Environment and Climate Programme 94-98
Projektlaufzeit:
01.02.1997 — 28.02.2000
Ansprechpartner/in:
Dipl. Pol. Manfred Binder

Projektpartner:

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Berlin
Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universitäten
Innsbruck, Klagenfurt und Wien (IFF), Wien, Österreich
Centre d'économie et d'éthique pour l'environnement et le développement (C3ED)
Universität Versailles-Saint-Quentin-en-Yvelines, Frankreich
Department of Leisure Studies, Tilburg University, Niederlande
Department of Environment, Technology and Social Studies,
Roskilde University Center, Dänemark

Ausgehend von der Hypothese dass sich eine Tendenz zum Ende der Material-Ära abzeichnet, die bewirkt, dass die Grundstoffindustrien zurückgehen, skizzierte bereits ein früheres Projekt einen theoretischen Rahmen, der die Gültigkeit dieser Hypothese in mehreren Fallstudien untersuchte. In diesem Folgeprojekt, das ebenfalls von der Dematerialisierungs-These ausgeht, werden erstmals mithilfe vergleichender Fallstudien im Detail die Antriebskräfte für industrielle Restrukturierung verschiedener Industriezweige und unterschiedlicher Länder in Europa, in denen zumindest zeitweise ein solcher Rückgang beobachtet wurde, analysiert. Die Ergebnisse stellen den angenommen Dematerialisierungs-Prozess in Frage:

Es gibt nur wenige allgemeine Tendenzen zum Strukturwandel in Grundstoffindustrien und es tauchen keine automatischen umweltentlastenden Vorteile auf. Neue theoretische Ansätze interpretieren diese Ergebnisse und betonen die spezifische Rolle von Firmen, Netzwerken und Technologien, um industrielle Umstrukturierungsprozesse zu erklären. Daraus ergibt sich, dass Strukturwandel nur als Zusammenspiel zwischen ökonomischen und politischen Faktoren effektiv analysiert werden kann. Das Projekt klärte daher die Voraussetzungen, die jede ökologische Industriepolitik, die auf umweltpolitische Vorteile des Strukturwandels abzielt, bedenken muss.