RE-ACTIVATE: Technische Zusammenarbeit mit dem GIZ Regionalvorhaben „Beschäftigungsförderung durch Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Nordafrika und Nahost“

Förderung:

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Ansprechpartner/in:
Dr. Klaus Jacob

Projektpartner: Adelphi Research

Die Länder des nördlichen Afrikas und des Mittleren Ostens (MENA-Staaten) verfügen über ausgezeichnete naturräumliche Potenziale zur Nutzung erneuerbarer Energien. Gleichwohl dominieren fossile Energieträger die Energiemärkte. Ebenso liegen Energieeffizienzpotentiale weitgehend brach – z.B. was den Gebäudebereich betrifft. Vor diesem Hintergrund ist ein Kernanliegen des GIZ-Vorhabens, den Umbau der Energiesysteme in der MENA-Region mit einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung zu verbinden. So soll zur Schaffung funktionierender Märkte für erneuerbare Energien und Energieeffizienz und damit verbundener Beschäftigungspotenziale in der Region beigetragen werden.

Um eine solche Green Economy zu realisieren, sind geeignete politische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen erforderlich. Diese stoßen aber allzu oft auf Widerstände und Hindernisse: zum einen werden im Zuge der notwendigen Transformationsprozesse Interessen berührt, die von den gegenwärtigen Rahmenbedingungen profitieren (etwa durch Energiesubventionen oder die Möglichkeit der Externalisierung von Umweltkosten). Zum anderen stellt sich die Notwendigkeit von Investitionen in neue Technologien oder Infrastrukturen.

Erfolgsbedingungen für die Entwicklung selbsttragender Märkte für erneuerbare Energien und Effizienztechnologien können durch die Analyse von Beispielen guter Praxis identifiziert werden. Dazu werden vom FFU internationale Beispielfälle guter Praxis  im Hinblick auf deren Erfolgsbedingungen und deren Übertragbarkeit auf den MENA-Kontext unersucht. Ziel der Arbeit des FFUs im Projekt ist es, dadurch das GIZ-Vorhaben REACTIVATE und die MENA-Länder bei der Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zu unterstützen, welche eine Marktentwicklung mit signifikanten Beschäftigungswirkungen in den Ländern fördern. Darüber hinaus ist das FFU an der Entwicklung einer Toolbox beteiligt, die der Vernetzung von Wissensbeständen, von Akteuren und Capacity-Building-Maßnahmen dient.