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Gesellschaftliche Transformationsprozesse

Zahlreiche Akteure im politischen Diskurs in Deutschland heben die Notwendigkeit einer umfassenden Transformation von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hervor, um den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden.
Was aber genau ist gesellschaftliche Transformation? Am FFU verstehen wir gesellschaftliche Transformation als einen langfristigen Prozess, der weitreichende Veränderungen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft (Teilsystemen) umfasst – von Produktions- und Konsummustern, über rechtliche Konzepte, Organisationsformen bis hin zu kulturellen Vorstellungen. Diese Veränderungen in den einzelnen Teilsystemen sind interdependent, d.h. Veränderungen in dem einen System beeinflussen Veränderungen in einem anderen System und werden von diesen beeinflusst. Zu einer Transformation kommt es erst, wenn sich verschiedene Veränderungen in Teilbereiche gegenseitig verstärken und der gesellschaftlichen Entwicklung eine Richtung geben (z.B. Nachhaltigkeit). Während des Transformationsprozesses aber existieren 'alt' und 'neu' nebeneinander (z.B. in Form von Technologien, sozialen Normen, wirtschaftlichen und politischen Systemen). Erst im Verlaufe einer Transformation – beim erfolgreichen Verlassen von Pfadabhängigkeiten und Überwinden von Barrieren – stellt sich heraus, welche Richtung die Transformation einer Gesellschaft einschlägt.
Das FFU befasst sich in verschiedenen Projekten mit den Bedingungen und den Steuerungsmöglichkeiten (Governance) einer Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft.

Die gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Debatten zu den Potentialen, Bedingungen und Herausforderungen einer Nachhaltigkeitstransformation soll in dem Vorhaben Erarbeitung zentraler Bausteine eines Konzepts transformativer Umweltpolitik in seiner praktischen Bedeutung für die Entwicklung und Ausgestaltung von Umweltpolitik untersucht werden.

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Die Produktion von Lebensmitteln, wie sie derzeit betrieben wird, geht mit negativen Auswirkungen auf die Umwelt einher, zu diesen gehören Biodiversitätsverlust, Wasserverschmutzung und der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen. Die Konsummuster westlicher Gesellschaften haben darüber hinaus weitreichende gesundheitliche Implikationen wie die Zunahme koronarer Herzerkrankungen, Übergewicht und Darmkrebs.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Weltbevölkerung, den sich ändernden Ernährungsgewohnheiten besonders der entstehenden Mittelschicht in Schwellenländern und den globalen und nationalen Umwelt- und Klimazielen muss das Ernährungssystem nachhaltiger gestaltet werden. Neben technischen Lösungen sind auch soziale und institutionelle Innovationen essentiell, um dieses Ziel zu erreichen.

Im Rahmen des ausgeschriebenen Vorhabens „Sozial-ökologische Transformation des Ernährungssystems - Sondierung umweltpolitischer Interventionsmöglichkeiten auf Basis aktueller Erkenntnisse der Transformationsforschung“ strebt das Umweltbundesamt (UBA) an, neuartige politische Interventionsoptionen in das Ernährungssystem zu erheben und analysieren und gleichzeitig einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Transformationsforschung zu leisten.

Das mit diesem Projekt beauftragte Konsortium aus NAHhaft e.V., dem Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU-Berlin und der Professur für Sustainability Governance der Albert-Ludwigs-Universität (ALU), Freiburg, wird

  1. Die allgemein-abstrakten Erkenntnisse aus der Transformationsforschung zur Analyse des Transformationsfelds Ernährung nutzen und damit politische Interventionsoptionen ermitteln.
  2. Erkenntnisse aus der Analyse und Diskussion des konkreten Transformationsfeldes Ernährung für die allgemein-abstrakte Transformationsforschung bzw. Forschung in anderen Transformationsfeldern nutzbar machen

Partner: NAHhaft e.V., Albert-Ludwig-Universität Freiburg

Mitarbeitende in Ministerien und Behörden tragen eine besondere Verantwortung bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft. Große gesellschaftliche Transformationsprozesse, wie das Erreichen der Pariser Klimaziele oder der SDGs erfordern sowohl individuelle Kompetenzen als auch entsprechende organisationale Kapazitäten.

Im UFOPLAN-Projekt „Transformationen wagen“ erarbeitet das FFU gemeinsam mit Politics for Tomorrow und weiteren Partnern wissenschaftlich fundiert und gemeinsam mit Praxispartner/innen ein Weiterbildungsprogramm als Lern- und Transformationslabor, das Mitarbeitene in ihren Organisationen stärkt, Wandelprozesse in Richtung Nachhaltigkeit zu gestalten.

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Das transdisziplinäre Verbundprojekt EnAHRgie zielt darauf ab, einen praktikablen Verfahrensansatz zu entwickeln, um ein breites Spektrum unterschiedlicher Akteure für die Gestaltung einer lokalen Energiewende auf Kreisebene zu gewinnen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduzierung und Überwindung von Landnutzungskonflikten. 

Laufzeit: 01.03.2015 - 28.02.2019

In der aktuellen Debatte um Wohlfahrt und Wachstum wird verschiedentlich eine "Green Economy" als Möglichkeit nachhaltigen Wirtschaftens und langfristiger Wohlfahrtssicherung gesehen. Indessen ist zum einen unklar, welche faktischen Bereiche und inhaltlichen Dimensionen damit verbunden sind, zum anderen, welchen Beitrag der Fortschritt in Richtung einer Green Economy für eine nachhaltige Wohlfahrt liefert.

Laufzeit: 15.12.2011 - 30.09.2014

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Ziel des Projektes ist es, den Zeithorizont der nationalen Nachhaltigkeits-Strategie in ausgewählten umweltpolitischen Teilbereichen auf 2030 zu erweitern und die Entwicklung bis zum Jahr 2050 zu skizzieren. Dazu werden im Rahmen des Projektes zentrale Handlungsfelder und Herausforderungen identifiziert.

Laufzeit: 01.10.2011 - 31.11.2014

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Lernen für eine zukunftsfähige Welt ist das Motto der SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz. Von März 2012 bis Ende 2015 öffnen wir den Campus der Freien Universität Berlin und bieten Berliner Schulen ein vielseitiges Programm rund um das zukunftsrelevante Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz an. Jeweils im Frühjahr und Herbst können sich Lehrerinnen und Lehrer mit ihren 5. und 6. Klassen zu unserem vielseitigen und erlebnisorientierten Programm anmelden.

Laufzeit: 01.09.2011 - 31.12.2015

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The Helmholtz Alliance ENERGY-TRANS places the connections between and among energy technologies, planning procedures and consumer behavior in the focus of the research interests and investigations. Research projects include the interaction of energy supply, energy distribution and energy storage on the one hand and institutional governance and consumer behavior on the other hand. The results are expected to provide policy-oriented knowledge for an efficient and socially acceptable design of a sustainable energy system.

Laufzeit: 01.09.2011 - 31.08.2016

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Der fortschreitende Klimawandel, die Endlichkeit fossiler Energieträger, die Verknappung natürlicher Ressourcen und der Verlust biologischer Vielfalt zählen zu den vorrangigen Herausforderungen unserer Zeit. Diese zu bewältigen bedarf es eines grundsätzlichen Politikwechsels, der die Machtbalance zwischen den Ländern des globalen Nordens und Südens ebenso betrifft wie ökologische, soziale und wirtschaftliche Grundfragen.

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Es fehlt derzeit an einer umweltpolitisch verwertbaren Konzeption eines ökologisch-sozialen, nachhaltigen Wachstums- und Wohlfahrtsmodells, welches Referenzpunkt für künftigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstand sowie entsprechende Transformationsprozesse sein kann.Vor diesem Hintergrund steht im Zentrum der Untersuchung die fachliche Auswertung und Diskussion theoretischer und praktischer Ansätze von ökologie- und nachhaltigkeitsorientierten Wohlfahrts- und Wirtschaftsmodellen – ausgehend von einer nationalen bzw. makroökonomischen Betrachtung, sowie von konzeptionellen und empirischen Reformbestrebungen zur Messung von gesellschaftlicher Wohlfahrt und wirtschaftlichem Wohlstand.

Laufzeit: 01.12.2010 - 31.05.2012

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Das europäische Projekt „Schools at University for Climate & Energy (SAUCE)“ bot ab 2009 einwöchige Schüler-Universitäten für Schulklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufen an, in denen Kernthemen de Wissensbereiche Energie und Klimaschutz altersgerecht vermittelt wurden. Das Projekt wird mit der aktuellen SchülerUni weitergeführt.

Laufzeit: 01.09.2008 - 31.08.2011

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Die Diskussion um gesellschaftliche Wohlfahrt hat sich international und national neu intensiviert. Es gibt Indizien, dass Kosten von Umweltverbrauch und Umweltbelastung sowie Kosten zur Aufrechterhaltung des sozialen Zusammenhaltes letztlich nicht angemessen über ökonomische Kenngrößen wie dem Bruttoinlandsprodukt – BIP – erkennbar werden.

Laufzeit: 01.02.2007 - 15.02.2013

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Zum zwanzigsten Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl fand an der Freien Universität Berlin und erstmalig in Deutschland vom 20. bis 24. März 2006 eine themenfokussierte Schüleruni zu den Themen Klima und Energie statt. Das Projekt wird mit der aktuellen SchülerUni weitergeführt.

Laufzeit: 01.05.2005 - 30.09.2006

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Deutschland verfügt über umfassende Erfahrungen bei der Ausgestaltung von Umwelt- und Klimapolitik. Umweltpolitik ist hierzulande ein weit ausdifferenziertes Politikfeld, das von einer Vielfalt von Institutionen, Akteuren und Themen geprägt ist. Die langjährigen und vielfältigen Erfahrungen finden Interesse in anderen Ländern, die im Begriff sind Umweltpolitik zu institutionalisieren und die entsprechenden Kapazitäten und Instrumente auszubauen – insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer stehen hier hervor.

Zentrales Ziel des Projektes ist es folglich, wissenschaftlich fundiertes und anwendungsorientiertes Wissen über Gegenstände von Politiktransfer und Einflussfaktoren, die auf Politiktransfer wirken, zur Verfügung zu stellen

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