Woran sich Wohlstand wirklich messen lässt. Alternativen zum Bruttoinlandsprodukt

Woran lässt sich Wohlstand messen

Woran lässt sich Wohlstand messen

Diefenbacher, Hans / Zieschank, Roland – 2011

Ein steigendes Bruttoinlandsprodukt gilt als Zeichen der Hoffnung. Immer mehr haben sich Politik, Medien und Öffentlichkeit auf diesen Indikator konzentriert, werden Wirtschaftskraft und Wohlstand fast ausschließlich daran gemessen – dabei ist das BIP blind für vieles, was den Wohlstand einer Gesellschaft ganz entscheidend mit bestimmt: die Verteilung der Einkommen, ehrenamtliche Leistungen, der Zustand der Natur, gerechte Chancen für zukünftige Generationen. Eine Politik, die sich maßgeblich am BIP orientiert, könnte nicht nur einer Illusion von Wohlstand verfallen, sondern die falschen Signale setzen. Diese Erkenntnis hat in den letzten Jahren international Aufsehen erregt. Mittlerweile wird weltweit nach Alternativen gesucht. Präsident Sarkozy hat mit der „Stiglitz-Kommission“ eine viel beachtete Initiative zur Veränderung der gesellschaftlichen Berichterstattung angeregt, in Großbritannien und Kanada sind neue Indikatoren vorgestellt worden, und der Deutsche Bundestag hat eine Enquête-Kommission zum Thema eingesetzt. Hans Diefenbacher und Roland Zieschank bringen zu diesen Initiativen nun einen Beitrag aus Deutschland ein. Ihr Vorschlag für einen „Nationalen Wohlfahrtsindex“ kann aus ökologischer und sozialer Sicht ein neues Licht auf das BIP werfen. Sie stellen die vielseitige Diskussion um Wachstum und Wohlstand dar, von den verborgenen Umweltkosten bis zu Aspekten der Zufriedenheit mit dem Leben. Vor allem aber zeigen die Autoren, welche Konsequenzen eine neue Sichtweise - jenseits des BIP - auf die Gestaltung einer zukunftsfähigen Politik haben könnte.

Titel
Woran sich Wohlstand wirklich messen lässt. Alternativen zum Bruttoinlandsprodukt
Verfasser
Diefenbacher, Hans / Zieschank, Roland
Verlag
Oekom-Verlag
Ort
München
Datum
2011-03
Kennung
ISBN 978-3-86581-215-5
Art
Text

Hans Diefenbacher ist apl. Professor für Volkswirtschaftslehre am Alfred-Weber-Institut der Universität Heidelberg und stellvertretender Leiter der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST)


Roland Zieschank ist Verwaltungswissenschaftler am Forschungszentrum für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin und Experte für Indikatorensysteme