Kompromiss und Vermittlung
| Typ | Seminar |
|---|---|
| Dozent/in | Sabine Kropp |
| Raum | Ihnestraße 21 F |
| Zeit | Montag, 10-12 Uhr |
In Demokratien, deren Essenz eine plurale Gesellschaft ist, sind Kompromisse unverzichtbar. Wie unterschiedliche Positionen und Werthaltungen zusammengeführt werden können, ist allerdings mit einer Vielzahl von ethischen, praktischen und verfahrenstechnischen Herausforderungen verbunden.
Im Seminar widmen wir uns einerseits den Spielarten des Kompromisses und fragen, wie Einigungen in der Politik erzielt werden können und was deren Implikationen sind. Andererseits untersuchen wir exemplarisch Institutionen und Verfahren in der deutschen Politik, in denen Kompromisse verhandelt werden und in denen zwischen verschiedenen Positionen und Interessen vermittelt wird. Die Schwierigkeiten einer kompromissorientierten Politik sind dabei in den vergangenen Jahren eher gewachsen: Ein Stichwort ist die gesellschaftliche und politische Polarisierung. Probleme können aber z.B. auch entstehen, wenn Positionen moralisch so stark aufgeladen sind, dass sie sich einem Kompromiss entziehen. Gleichzeitig wirft dies die Frage auf, wo die Grenzen normativ vertretbarer Kompromisse liegen und wie diese Grenzen durch politische Akteure gedeutet werden.
Das Seminar richtet sich an Studierende, die an theoretischen Fragen der Kompromissbildung und der empirischen Untersuchung solcher Prozesse auf der Grundlage von Fallstudien interessiert sind.

