Öffentliches Rundgang-Angebot am Erinnerungsort Ihnestraße
Ansicht Station Obergeschoss "Vernichtung nutzen – Vernichtung vertuschen"
Bildquelle: Ansicht Station Obergeschoss „Vernichtung nutzen – Vernichtung vertuschen“, 2024. Copyright: Bernd Wannenmacher Fotografie.
Wie kamen Wissenschaftler*innen dazu, sich an radikalen Grenzüberschreitungen zu beteiligen? Wie kann Wissenschaft ethische Grenzen einhalten? Ausgehend von der Geschichte des KWI-A kommen wir bei den Rundgängen durch den Erinnerungsort Ihnestraße über diese Fragen ins Gespräch.
News vom 31.03.2026
Seit Oktober 2024 erinnert die Freie Universität mit einer Dauerausstellung kritisch an die Geschichte des Gebäudes in der Ihnestraße 22, das von 1927 bis 1945 der Sitz des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik (KWI-A) beherbergte. Heute befindet sich in diesem Gebäude das Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU.
Mitarbeiter*innen des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik waren mit ihrer Spitzenforschung auf verschiedene Weisen in Unrecht involviert. Sie vertraten noch in der Weimarer Republik eugenische Ideen, griffen für ihre Arbeit auf kolonialanthropologische Forschung zurück und unterstützten das nationalsozialistische Regime in seiner rassistischen, antisemitischen und behindertenfeindlichen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik.
Wie kamen Wissenschaftler*innen dazu, sich an dieser radikalen Grenzüberschreitung zu beteiligen? Wie kann Wissenschaft ethische Grenzen einhalten? Und auf welche Weise berühren sich in der Geschichte des KWI-A oft als getrennt betrachtete politische Regime, Opfergruppen und Wissenschaftsdisziplinen?
Ausgehend von der Geschichte des KWI-A kommen wir bei den Rundgängen durch den Erinnerungsort Ihnestraße über diese Fragen ins Gespräch.
Termine:
Mittwoch 22. April, 12.00–13.00 Uhr
Dienstag 12. Mai, 18.00–19.00 Uhr
Dienstag 23. Juni, 18.00-19.00 Uhr
Mittwoch 15. Juli, 16.00-17.00 Uhr
Um Anmeldung per Anmelde-Formular wird gebeten – bis zum Freitag vor dem jeweiligen Termin.
Sie erhalten spätestens am Montag vor dem jeweiligen Termin eine Bestätigung der Teilnahme mit weiteren Informationen. Der Rundgang findet bei mindestens 5 Anmeldungen statt.
Der Rundgang findet in deutscher Lautsprache statt. Gebäude und Gelände sind barrierefrei zugänglich. Weitere Informationen finden Sie hier: www.erinnerungsort-ihnestrasse.de.
Weitere Rundgänge durch das Team des Erinnerungsort Ihnestraße finden auf Anfrage statt. Bitte wenden Sie sich an: erinnerungsort@polsoz.fu-berlin.de.


