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Manuela Beyer

Dissertationsprojekt: „Hör auf dein Herz.“ Eine wissenssoziologische Diskursanalyse des emotionalen Subjekts und seiner Beziehungen in den Ratgeberseiten der BRAVO 1961 – 2011.

Doktorandin

Kurzvita:

  • Geboren 1983
  • 2003-2010 Studium der Soziologie, Psychologie and Journalistik an der Universität Leipzig.

Abschlussarbeit: „Bi yourself. Barrieren und Chancen bisexueller Identitäten bei jungen Frauen.“

  • 2006-2007 Master of European Political Sociology an der Dalarna University, Schweden.

Abschlussarbeit: „Shooting (a) Woman. Comparative Study of Gender Roles in American and Italian Western Movies.“

  • 2010-2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Exzellenzcluster "Languages of Emotion", Freie Universität Berlin, Projekt "Embodying the nation: Collective emotions and national identification"
  • Seit 2012: Promovendin an der Freien Universität Berlin, Institut für Soziologie
  • 2015-2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Rhein-Waal, Fachbereich „Gender and Diversity“
  • Seit April 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Qualitative Methoden an der Technischen Universität Chemnitz, Institut für Soziologie

Arbeitsgebiete:

  • Emotionssoziologie
  • Qualitative Methoden
  • Geschlechtersoziologie
  • Kultursoziologie
  • Soziologie der Sexualität

Dissertationsprojekt:

Arbeitstitel: „Hör auf dein Herz.“ Eine wissenssoziologische Diskursanalyse des emotionalen Subjekts und seiner Beziehungen in den Ratgeberseiten der BRAVO 1961 – 2011.

In unterschiedlichen soziologischen Gegenwartsdiagnosen und Kulturtheorien finden sich mehr oder weniger explizite Hinweise auf die Annahme, dass das Emotionale als handlungsgenerierendes- und legitimierendes Prinzip von Akteuren in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen hat. Dieser Fülle von verschiedenen theoretischen Annahmen auf der einen Seite stehen bis dato jedoch wenig tragfähige empirische Untersuchungen auf der anderen Seite entgegen. Das Dissertationsprojekt nähert sich dieser empirischen Lücke aus einer wissens-und kultursoziologischen Perspektive, die Emotionen als relevanten Teil einer diskursiv und handlungspraktisch konstruierten Wirklichkeit in den Blick nimmt. Dabei werden historische Verläufe von Diskursen in den Ratgeberseiten der Jugendzeitschrift BRAVO rekonstruiert, die verhandeln, wie Subjekte Emotionen wahrnehmen, ausdrücken und/oder steuern sollen, um ihre sozialen Beziehungen zu regulieren.

Publikationen:

  • Beyer, M. (2016). “Bisexual Identities among Women in Germany: A Sociological Approach towards Obstacles and Opportunities.” Journal of Bisexuality, 62(2), 209–232.
  • Ismer, S., Beyer, M., Solms-Baruth, C., von Scheve, C. (2015). „International Football Tournaments, Emotional Entrainment, and the Reproduction of Symbolic Boundaries. A Case Study in Germany.” Soccer & Society, 1–21.
  • Ismer, S., von Scheve, C., Beyer, M. (2015). „Die sozialen Konsequenzen kollektiver Emotionen: Identifikation und Solidarität nach innen sowie Abgrenzung nach außen?“ In Kleres, J., Albrecht, Y. (Eds.), Die Ambivalenz der Gefühle: Über die verbindende und widersprüchliche Sozialität von Emotionen (pp. 83-100). Wiesbaden: Springer-VS.
  • Beyer, M., von Scheve, C., Ismer, S. (2014). “The Social Consequences of Collective Emotions: National Identification, Solidarity, and Out-Group Derogation.” In Sullivan, G. (Ed.), Emotions of Collective Pride and Group Identity: New Directions in Theory and Practice. New York: Routledge.
  • von Scheve, C., Beyer, M., Ismer, S., Kozlowska, M. (2014). “Emotional Entrainment, National Symbols and Identification: A Naturalistic Study around the Men's Football World Cup.” Current Sociology, 62(1), 3-23.
  • von Scheve, C., Ismer, S., Kozlowska, M., Beyer, M. (2014). “National Identification: A multidimensional Scale based on a Three-Country Study.” Berlin Studies on the Sociology of Europe (BSSE), 29.