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Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Sport und Gesellschaft

Leiter

Prof. Dr. Ulrike Burrmann (TU Dortmund)

Mitarbeiter

M.A. Soz. Michael Mutz

Fragestellung

Dem (vereinsorganisierten) Sport werden hohe Integrationspotenziale nachgesagt. Im Nationalen Integrationsplan der Bundesregierung wird zum Beispiel argumentiert, dass Sport zur sozialen, kulturellen, politischen und womöglich auch zur strukturellen Integration von Migranten beitragen kann. Die tatsächlichen Integrationswirkungen des (Vereins-)Sports sind empirisch allerdings nur sehr unzureichend erforscht. Um Forschungslücken zu erschließen, werden zwei Forschungsperspektiven verfolgt: (1) Inwiefern sind jugendliche Migranten in den Sport involviert? Es werden detaillierte Analysen vorgelegt zumUmfang des Sporttreibens von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, zu ihrer Beteiligung an Sportvereinen und an schulischen Sportarbeitsgemeinschaften. (2) Lassen sich Integrationseffekte nachweisen, die mit einem Sportengagement einhergehen? Hier geht es um die Frage, ob sich für sportlich engagierte Jugendliche im Vergleich zu sportlich nicht engagierten Heranwachsenden ‘Integrationsvorteile’ belegen lassen.

Forschungsmethoden

Die Analyse basiert auf einer Sekundäranalyse der Nationalen Ergänzungserhebung zur PISA Studie 2000. Der Datensatz enthält Angaben von mehr als 33 000 15-jährigen Jugendlichen, wovon mehr als 6 000 einen Migrationshintergrund besitzen. Darüber hinaus stehen Angaben zur Sportpartizipation zur Verfügung, als auch Indikatoren, die auf soziale Integrationsprozesse verweisen. 

Laufzeit

Das Projekt läuft vom 1.1.2008 bis zum 15.2.2010.

Förderung

Das Projekt wird vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) gefördert.

Publikationen

Mutz, M. (2011). Sport als Sprungbrett in die Gesellschaft? Sportengagements von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und ihre Wirkungen. Dissertation. Freie Universität Berlin.

Mutz, M. & Burrmann, U. (2011). Sportliches Engagement jugendlicher Migranten in Schule und Verein: Eine Re-Analyse der PISA- und SPRINT-Studie. In S. Braun & T. Nobis (Hrsg.), Migration, Integration und Sport – Zivilgesellschaft vor Ort (S. 99-124). VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Burrmann, U., Mutz, M. & Zender, U. (2011). Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Sport und Gesellschaft. In Bundesinstitut für Sportwissenschaft (Hrsg.), BISp Jahrbuch Forschungsförderung 2009/10 (S. 253-258). Bonn.

Mutz, M. (2009). Sportbegeisterte Jungen, sportabstinente Mädchen? Eine quantitative Analyse der Sportvereinszugehörigkeit von Jungen und Mädchen mit ausländischer Herkunft. Sport und Gesellschaft, 6, 95-121.

Mutz, M. & Baur, J. (2009). The Role of Sport for Violence Prevention: Sport Club Participation and Violent Behaviour Among Adolescents. International Journal of Sport Policy, 1, 305-321.

Mutz, M. & Burrmann, U. (2009) Schulische Arbeitsgemeinschaften als Kontexte für Freizeitaktivitäten: Beteiligungschancen für sozial benachteiligte Jugendliche? Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 29, 97-119.

Mutz, M. & Petersohn, S. (2009). Begrenzte ‘Spielräume’ in der Freizeit? Empirische Befunde zu den Freizeitmustern türkischer Mädchen. Migration und soziale Arbeit, 31, 30-40.

 

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