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Hon.-Prof. Dr. Jürgen Schupp

jschupp3

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung

Adresse
Mohrenstr. 58
10117 Berlin
Fax
(030) 89789 109

Sprechstunde:

Sprechzeit am IfS im Anschluss an Lehrveranstaltungen; während der Semesterferien am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung nach Vereinbarung.

 

 

Curriculum Vitae

Jürgen Schupp, geb. 1956, Prof., Dr. rer. soc., Survey Manager und Stellvertretender Leiter der Abteilung Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und seit 2006 Honorarprofessor für Soziologie am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin sowie seit April 2009 Vice Dean of Graduate Studies am DIW Graduate Center of Economic and Social Research.

Er studierte in Mainz und Frankfurt Volkswirtschaftslehre und Soziologie. 1983 schloss er sein Studium an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt als Diplom-Soziologe ab. Ende 1984 wechselte er im Anschluss an seine Tätigkeit im Teilprojekt „Integrierte Mikrodatenfiles“ des Sfb 3 zum Teilprojekt „Sozio-oekonomisches Panel“, welches beim damaligen Präsidenten Prof. Dr. Hans-Jürgen Krupp am DIW Berlin angesiedelt war. Es folgten verschiedene Forschungsaufenthalte in den USA und Großbritannien. 1994 wurde er an der Ruhr-Universität Bochum zum Thema Teilzeitbeschäftigung im sozialen Wandel promoviert. Im Jahr 2006 weilte er für einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt als Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg, Delmenhorst. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Methoden der empirischen Sozialforschung, insb. Survey-Methodologie, Soziale Indikatoren, Sozialstrukturanalysen, Bildungserwerb sowie Fragen sozialer Ungleichheit.

(vollständiger Lebenslauf)

Forschungsinteressen

Jürgen Schupp hat seit mehr als zwanzig Jahren als Survey-Manager an der Konzeption, Analyse sowie Weiterentwicklung der Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) entscheidend mitgewirkt. Inhaltlich hat sich Jürgen Schupp in den letzten Jahren u.a. mit der Rolle von „non-cognitive skills“ wie Vertrauen und Risikoaversion, sozialem und kulturellem Kapital beschäftigt, und er ist maßgeblich an der Implementation von Persönlichkeitsvariablen sowie Kompetenzmessung in das SOEP-Erhebungsprogramm beteiligt.

Schupps allgemeines Interesse an Ungleichheitsfragestellungen manifestiert sich auch darin, dass er Mitglied des wissenschaftlichen Expertenkreises zur Armuts- und Reichtumsberichterstattung ist und an mehreren Gutachten für den zweiten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung mitgewirkt hat. Seit 2007 ist Jürgen Schupp Sprecher der Sektion Soziale Indikatoren in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS). Seit 2007 ist er am Forschungsprojekt „The Discovery of Youth’s Learning Potential Early in the Life Course“ beteiligt, das von 2007 bis 2011 von der Jacobs Stiftung gefördert wird (Projektleitung Heike Solga (WZB) in Kooperation mit Elsbeth Stern (ETH Zürich) sowie Gert G. Wagner (DIW Berlin)). Im Jahr 2008 wurde er in die OECD-Expert Group zur Entwicklung des Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) Background Questionnaire (BQ.) berufen. Schupp ist weiterhin Mitglied des Leibniz-Research Network „Non-Cognitive Skills: Acquisition and Economic Consequences“ beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim und Kooperationspartner des im Frühjahr 2009 beginnenden Leibniz-Projekt „Entwicklung einer Standardbatterie zur Erfassung psychologischer Merkmale in sozialwissenschaftlichen Umfragen“, geleitet von Beatrice Rammstedt (Gesis-ZUMA, Mannheim).

Veröffentlichungen ab 2004 (Auswahl) (vollständige Liste per download)

2009: Analysepotentiale des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) für die empirische Bildungsforschung. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Jg. 12, Heft 2 (im Erscheinen) (zus. mit Lohmann, Henning, C. Katharina Spieß, und Olaf Groh-Samberg).

 

2009: Isometrische Greifkraft und sozialgerontologische Forschung: Ergebnisse und Analysepotentiale des SHARE (2004) und SOEP (2006). Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, Vol. 42(2), 117-126) (zus. mit Karten Hank, Hendrik Jürges und Gert G. Wagner) (2009).

 

2008: Personality Similarities in Couples - Only the con­gruent survive - personality similarities in couples. In: Personality and Individual Differences, 45 (6), pp. 533-535 (zus. mit Beatrice Rammstedt).

 

2008: Terminal Decline in Life Satisfaction in Old Age - Longitudinal Evidence from the German Socio­economic Panel Study. In: Developmental Psychology, 44(4) 1148-1159 (zus. mit Denis Gerstorf; Lilam Ram, Ryne Estabrook, Gert G. Wagner und Ulman Lindenberger).

 

2008: The Influence of Environment and Personality on the Affective and Cognitive Component of Subjective Well-being. Social Indicators Research, 89(1) 41-60 (zus. mit Ulrich Schimmack und Gert G. Wagner).

 

2008: Leistungs- oder Bedarfsgerechtigkeit? Über einen normativen Zielkonflikt des Wohlfahrtsstaats und seiner Bedeutung für die Bewertung des eigenen Erwerbseinkommen. In: Soziale Welt, Jg. 59, Heft 1, S. 5-28. (zus. mit Stefan Liebig).

 

2008: Lebenssituation und -einstellungen von Kindern und Jugendlichen. In: Statistische Bundesamt (Hrsg.): Datenreport 2008.Zahlen und Fakten über die Bundesrepublik Deutschland. Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Bonn, S. 188-192 (zus. mit C. Katharina Spieß).

 

2008: Die verhaltenswissenschaftliche Weiterentwicklung des Erhebungsprogramms des SOEP. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 77, Heft 3, S. 63-76 ( zus. mit C. Katharina Spieß und Gert G. Wagner).

 

2007: Erbschaftssteuerreform: Gleichmäßige Vermögenserfassung und niedrigere Steuersätze statt selektiver Besteuerung. In: Zeitschrift für Wirtschaftspolitik. Jg. 56, Heft 3, S. 301-312. (zus. mit  Stefan Bach, Henriette Houben und Ralf Maiterth).

 

2007: The German Socio-Economic Panel Study (SOEP) - Scope, Evolution and Enhancement. In: Schmollers Jahrbuch, Journal of Applied Social Studies, Vol. 127(1), 139-169. (zus. mit Gert G. Wagner und Joachim R. Frick).

 

2006: Erbschaften und ihr Einfluss auf die Ver­mögens­verteilung. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 75, Heft 1, S. 58-76 (zus .mit Martin Kohli, Harald Künemund, Andrea Schäfer und Claudia Vogel).

 

2006: Kulturelles und soziales Kapital von Jugendlichen - Die Bedeutung von sozialer Herkunft und der Qualität der Eltern-Kind-Beziehung. In: Karl-Siegbert Rehberg (Hg.), Soziale Ungleichheit, Kulturelle Unterschiede. Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München 2004, Teil 2, Frankfurt am Main-New York: Campus, S. 910-927 (zus. mit Martin Diewald).

 

2005: Internationale Mobilität von deutschen Staats­bür­gern. Chance für Arbeitslose oder Ab­wan­derung der Leistungsträger? In: Zeitschrift für Bevöl­kerungswissenschaft, Jg. 30, 2-3/2005, S. 279-292 (zus. mit Janina Söhn und Nicole Schmiade).

 

2004: Wer erbt mehr? Erbschaften, Sozialstruktur und Alterssicherung. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 56, Heft 4, S. 609-629. (zus. mit Marc Szydlik).

 

Mitgliedschaften in Berufsorganisationen und Gremien

seit März 2009

Mitglied des Advisory Board der DFG-geförderten Längsschnittstudie 'Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics' (PAIRFAM)

seit Sept. 2008

Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute e.V. (ASI)

seit Mai 2008

Member of the international (and since Dezember 2008 also of the national) OECD-Expert Group for PIAAC Background Questionnaire (BQ)

seit April 2008

Stellvertretender Sprecher des Interdisziplinären Verbundes Serviceeinrichtungen (IVI) in der Leibniz-Gemeinschaft (WGL)

seit Juli 2007

Sprecher der Sektion Sozialindikatoren der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

seit Juni 2002

Mitglied der Deutschen Statistischen Gesellschaft (DStatG)

seit 2002

Mitglied im wissenschaftlichen Gutachtergremium für den Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

seit 1995

Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

 

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