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CrisesData – Establishing Infrastructures for Rapid Responses in Societal Crises

Institution:

Freie Universität Berlin, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Mitarbeiter/innen:
Projektlaufzeit:
01.12.2025 — 31.12.2027

Unsere Gegenwart ist geprägt von multiplen Krisen: Epidemien, Extremwetterereignisse und insbesondere die zunehmende Bedrohung innerer und äußerer Sicherheit stellen die Gesellschaft vor Herausforderungen und erfordern eine Stärkung von Resilienzstrukturen und eine „Zeitenwende“ auch im Bevölkerungsschutz. In Krisen- und Katastrophensituationen sind die Erkenntnisse sozialwissenschaftlicher Forschung zentral, um gesellschaftliche Folgen und politische Handlungsbedarfe ableiten zu können. Grundlage dafür sind qualitätsgeprüfte empirische Daten über die Bevölkerung, Betriebe und Unternehmen.  

 

Das Projekt CrisesData führt die Arbeiten des 2025 abgeschlossenen Projekts „Vulnerabilität, Preparedness und Resilienz in Krisen – Dateninfrastrukturen zur Erforschung gesellschaftlicher Krisenphänomene“ fort. Ziel ist die Erweiterung und Verbesserung von Dateninfrastrukturen für die sozialwissenschaftliche Forschung zu Krisen und Katastrophen. Dazu gehören ein verbesserter Zugang zu krisenbezogenen Daten aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und nicht-akademischen Kontexten, die Sammlung bewährter krisenbezogener Erhebungsinstrumente und die Entwicklung entsprechender Module zur Nutzung in Bevölkerungsumfragen. Zudem sollen Netzwerkstrukturen geschaffen werden, die die Koordination zwischen Forschenden, Datenproduzierenden und Praxisakteuren in akuten Krisen- und Katastrophensituationen ermöglichen.

 

Im Rahmen des Projekts wurde ein Working Paper veröffentlicht, das einige der wichtigsten Befragungsstudien der gesellschaftlichen Dauerbeobachtung in Deutschland analysiert, bestehende Lücken hinsichtlich krisenrelevanter Inhalte aufzeigt und daraus Erkenntnis- und Erhebungsbedarfe ableitet sowie konkrete Umsetzungsmaßnahmen vorschlägt.

Die Online-Informationsplattform zu krisen- und katstrophenbezogenen Daten krisendaten.de wird evaluiert, konsolidiert und ausgebaut. Durch Vernetzungstreffen und Best-Practice-Austausch wird das Netzwerk aus Vertreter:innen der Krisen- und Katastrophenforschung, der Forschungsdateninfrastrukturen und des praktischen Bevölkerungsschutzes gestärkt und erweitert. Schließlich wird eine Koordinierungsstelle eingerichtet, um in akuten Krisen- und Katastrophensituationen schnell reagieren und Daten verfügbar machen zu können.