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Das Deutsche Internet-Institut nimmt seine Arbeit auf

Prof. Metzger, Staatssekretärin Quennet-Thielen, Bürgermeister Müller, Ministerin Wanka, Prof. Schieferdecker, Prof. Allmendinger, Prof. Emmer (v.l.n.r.)

Prof. Metzger, Staatssekretärin Quennet-Thielen, Bürgermeister Müller, Ministerin Wanka, Prof. Schieferdecker, Prof. Allmendinger, Prof. Emmer (v.l.n.r.)
Bildquelle: Peter Himsel

Bildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka

Bildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka
Bildquelle: Peter Himsel

Blick ins Publikum

Blick ins Publikum
Bildquelle: Peter Himsel

Bürgermeister Michael Müller

Bürgermeister Michael Müller
Bildquelle: Peter Himsel

Prof. Dr. Martin Emmer

Prof. Dr. Martin Emmer
Bildquelle: Peter Himsel

Der Internetpionier Joseph Weizenbaum ist Namensgeber für das Deutsche Internet-Institut. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat am Donnerstag in Anwesenheit von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller das „Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft“ eröffnet.

Das Verbundprojekt, an dem sieben Berliner und Brandenburger Institutionen beteiligt sind, hat seinen Sitz in Berlin-Charlottenburg. Am Weizenbaum-Institut werden rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den gesellschaftlichen Veränderungen arbeiten, die die fortschreitende Technisierung mit sich bringt. Dafür arbeiten Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler eng mit Experten aus der Designforschung und der Informatik zusammen. Die Freie Universität Berlin ist mit Prof. Martin Emmer und Prof. Barbara Pfetsch vom Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in der Leitung des Instituts vertreten.

Im Zentrum der Forschung steht die Frage, wie die Selbstbestimmung in einer vernetzten Gesellschaft gesichert werden kann. Das Institut forscht zu sechs großen Themen: Arbeit und Innovation, Verträge und Verantwortung auf digitalen Märkten, Governance und Normsetzung, Technikwandel, digitale Bildung sowie Partizipation und Öffentlichkeit.

Insgesamt werden 20 interdisziplinäre Forschungsgruppen aufgebaut, in denen jeweils bis zu vier Doktoranden und Postdocs forschen. Prof. Dr. Barbara Pfetsch und Prof. Dr. Martin Emmer vom Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sind verantwortlich für die drei Nachwuchsforschungsgruppen „Digital Citizenship und gesellschaftliche Teilhabe“ „Nachrichten, Kampagnen und Rationalität öffentlicher Diskurse“ sowie „Digitalisierung und (trans-)nationale Öffentlichkeit“. Neben den Forschungsgruppen werden fünf W3-Professuren eingerichtet, vier davon an den Berliner Universitäten und eine an der Universität Potsdam.

Der Namenspate des Instituts ist der in Berlin geborene Informatiker Joseph Weizenbaum (1923-2008), der sich kritisch mit dem Verhältnis von Mensch und Maschine auseinandergesetzt hat. „Der Institutsname versinnbildlicht die Wechselwirkungen zwischen Digitalisierung und Gesellschaft. Er steht für die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit den damit verbundenen Veränderungen,“ sagt Gründungsdirektor Martin Emmer.

Das Weizenbaum-Institut wird getragen von einem Netzwerk aus Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen. Ihm gehören an: die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität der Künste Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität Potsdam, das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Das Konsortium hatte sich in einem bundesweiten Wettbewerb durchgesetzt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt für das Institut in den ersten fünf Jahren bis zu 50 Millionen Euro bereit, davon sind 30 Millionen Euro für die ersten drei Jahre bereits bewilligt. Das Land Berlin trägt die Kosten für die Immobilie und die Ausstattung der Büroräume in der Hardenbergstraße 32. Dafür sind im Landeshaushalt in den nächsten fünf Jahren bis zu 5,2 Millionen Euro vorgesehen.

Gemeinsam mit dem dreiköpfigen Gründungsdirektorium (Prof. Martin Emmer/FU Berlin, Prof. Axel Metzger/HU Berlin und Prof. Ina Schieferdecker/TU und Fraunhofer FOKUS) koordiniert das WZB den Aufbau des Instituts.

Weitere Informationen:
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