Debatten über Urheberrecht und Musik im digital turn

— Philip Stade (Uni Köln)

 

Über das Urheberrecht wird in den letzten Jahren verstärkt debattiert, da sich durch die Digitalisierung neue Spannungsfelder zwischen Kreativschaffenden, Kreativwirtschaft und NutzerInnen sowie den Wissenschaften auftun. Politische Reaktionen und gesetzgeberische Konsequenzen werden diskutiert. Zeitgleich etablieren sich in der Musikwirtschaft neue Geschäftsmodelle und –strukturen während MusikerInnen ästhetische Antworten auf diese Konflikte finden.

Ziel meines jungen Dissertationsvorhabens ist es, in den Urheberrechtsdebatten aufeinander treffende Interessen, Argumente und Konflikte zu identifizieren und zu analysieren. Deshalb stelle ich Onlinediskurs- und Inhaltsanalysen in den Mittelpunkt. Entlang von Urheberrechtsparagraphen, relevanten Rechtsprechungen und kultureller sowie ökonomischer Streitpunkte fokussiere ich damit vor allem die Diskurse, Argumentationstopoi und Machtstrukturen in sozialen Medien.

Im Rahmen des Doktorandenfensters ist für mich ein Austausch über methodische Schwierigkeiten und Stärken qualitativer gegenüber quantitativer Inhaltsanalysen, bei denen aktuelle Onlinediskurse den Forschungsgegenstand darstellen, von besonderem Interesse. Dabei spielen auch Aspekte der Eingrenzung des Datenkorpus durch theoretisches Sampling und des Einsatzes von Datenanalysesoftware eine Rolle.

 

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