Arbeitsschwerpunkt Politik und Kultur

Lehrstuhl für Politik und Kultur

Politisches Handeln auf staatlicher und intermediärer Ebene wird wesentlich durch spezifische politisch-kulturelle Kontexte mitbestimmt auch und gerade im Zeitalter der Globalisierung.

Aufgabe des Lehrstuhls ist es u.a., diese für politische Sozialisation, Einstellungsmuster und demokratische Praxis maßgeblich mitprägende kulturelle und politisch-psychologische Komponente vergleichend in den Blick zu nehmen. Insbesondere die bundesdeutsche Demokratieentwicklung wird hierbei in ihren Wandlungsprozessen vor dem Hintergrund einer politisch-kulturellen Transformation nach dem Nationalsozialismus und nach der DDR erforscht, allerdings vor allem und zunehmend als Gegenstand und Ausgangspunkt für eine komparatistische Perspektive.

Anwendungsgebiete der Forschung des Lehrstuhls sind u.a. Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Xenophobie, Antisemitismus und Aufarbeitung von diktatorischer Vergangenheit als Indikatoren für Demokratieentwicklung, und insgesamt das Verhältnis von Autoritarismus und Demokratie in innenpolitischer und internationaler Perspektive. Hierbei hat sich die Forschung zum Staatsautoritarismus, zu genozidaler Politiken (u.a. am Beispiel des nationalsozialistischen Holocaust sowie des serbisch-bosnischen Konflikts) und religiösem Fundamentalismus als ein neuerer Forschungsschwerpunkt herausgebildet.

Zugleich wird die Leitfrage nach Autoritarismus und Demokratie in der politischen Kultur unter dem Gesichtspunkt moderner politischer Theorie untersucht, und zwar im Kontext zeitgenössischer Demokratietheorie und den Prämissen demokratischer Ethik.

Schlagwörter

  • Politik, Internationale Beziehungen, Otto Suhr, OSI, Politikwissenschaft, Studium, Freie Universität Berlin
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