PS - Wissen, Innovation und geistige Eigentumsrechte

(15163)

TypProseminar
InstitutionArbeitsstelle Internationale Politische Ökonomie
SemesterSoSe 2014
Veranstaltungsumfang
RaumGarystr. 55 Raum 105
Beginn17.04.2014 | 16:00
Zeit

Do, 16:00-18:00 Uhr

Ungeachtet dessen, dass der Begriff der "Wissensgesellschaft" bereits seit den 1960er und 70er Jahren als Schlagwort in der akademischen und politischen Debatte firmiert, erfreut er sich auch heute noch größter Beliebtheit. Auch wenn fraglich ist, ob die Erzeugung von Wissen tatsächlich die Produktion von Industriegütern ablöst, ist unstrittig, dass Wissen als Produktionsfaktor durch den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt im 20. Jahrhundert enorm an Bedeutung gewonnen hat. Ob und inwieweit dieses Wissen über geistige Eigentumsrechte, im Wesentlichen Urheberrechte und gewerbliche Schutzrechte, geschützt werden muss oder frei(er) verfügbar sein sollte, ist in jüngerer Zeit wieder kontrovers diskutiert worden. Tatsächlich geht diese Debatte aber nicht erst auf den Patentschutz von antiretroviralen Medikamenten in der Therapie von HIV in Entwicklungsländern oder die Durchsetzung von Copyrights bei digitaler Verbreitung zurück. Tatsächlich begleitet die Frage, ob auf Immaterialgüter (temporäre) Monopole verliehen werden können, das geistige Eigentumsrecht seit seiner "Erfindung".

In diesem Seminar soll der Begriff des Wissens aus den Perspektiven der Internationalen und Vergleichenden Politischen Ökonomie untersucht werden: Welche Rolle spielen Wissen und Innovation für Individuen, Unternehmen, Gesellschaften und Volkswirtschaften, Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer? Welche Rolle haben geistige Eigentumsrechte historisch in der Herausbildung kapitalistischer Marktwirtschaften gespielt? Wie wirkt sich die heutige internationale Regulierung aus? Welche alternativen Modelle gibt es?

Für den Erwerb von Teilnahme- und Leistungsscheinen sind die regelmäßige Teilnahme an den Seminarsitzungen, die gründliche Lektüre der Texte und die aktive Beteiligung an den Seminardiskussionen erforderlich. Zusätzlich muss für eine benotete Leistung ein Referat oder eine äquivalente Leistung erbracht und selbstständig eine schriftliche Arbeit verfasst werden. Die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte wird zwingend vorausgesetzt.

Master IB
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