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Mixed-Methods-Studie zum „Katastrophenerinnern“ von Thorsten Heimann erschienen

Krisenhaft wahrgenommene Ereignisse wie die aktuelle Pandemie brennen sich in kollektive Gedächtnisse und können zu kulturellem Wandel beitragen. Doch (wie) verändern sich die Erinnerungen bzw. Wissensbestände selbst im Lauf der Zeit und was sagen diese jeweils über die Gegenwart aus?

News vom 14.07.2020

Ein Mixed-Methods-Beitrag zum Thema „Katastrophenerinnern“ von Kamil Bembnista und Thorsten Heimann ist erschienen. Darin werden Erinnerungen an das Oderhochwasser von 1997 durch Bewohner*innen und Lokalmedien in deutschen und polnischen Städten - 20 Jahre nach der Flut im Jahr 2017 untersucht. Der Beitrag zeigt, dass kulturell geteilte Wissensbestände den Blick in die Vergangenheit prägen. So spiegeln etwa die Erinnerungen an die Bewältigungsfähigkeiten der Oderflut 1997 auch gegenwärtige Beziehungen zwischen Deutschen und Polen wider. Die Erinnerungen unterscheiden sich systematisch zwischen den untersuchten Städten an der Oder. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass lokales Akteurswissen eng an das in lokalen Mediendiskursen dargelegte Wissen gekoppelt ist.

Link zur Publikation

„Zur diskursiven Konstruktion des Erinnerns. Resilienzkonstruktionen in öffentlichen Medien und bei Bewohnern in Hochwasserquartieren 20 Jahre nach der Oderflut von 1997“ von Kamil Bembnista und Thorsten Heimann 

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