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Statustreffen des COME RES-Ländertisches in Deutschland zu Potenzialen, Geschäftsmodellen und Good Practice von Energiegemeinschaften

News vom 04.10.2021

Das Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) der Freien Universität Berlin organisierte am 30. September 2021 ein Statustreffen des COME RES-Ländertisches. Das Treffen fand im Rahmen des Horizon 2020-Projektes COME RES statt, welches seit 1. September 2020 vom FFU koordiniert wird. Unterstützt wurde das FFU durch die Servicestelle Windenergie der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) und Dr. Bettina Knothe, Beraterin für Partizipative Nachhaltigkeit. 

Ziel der Veranstaltung war die Fortsetzung des im Dezember 2020 initiierten und März 2021 fortgeführten Dialogs mit verschiedenen Stakeholdern und Politikakteuren. Im Fokus standen Potenziale, Geschäftsmodelle und Good Practice von Energiegemeinschaften sowie Einzelaspekte des Förder- und Regulierungsrahmens. Unter den rund 50 Teilnehmenden waren Abgeordnete des Bundestages, sowie Vertreter:innen von Landesministerien, Energieagenturen, Bürgerenergiegesellschaften incl. Energiegenossenschaften, Verbänden, Stadtwerken, Projektentwicklern, Finanzierungsinstituten, Verbraucherorganisationen, Forschung, und der Zivilgesellschaft.

Dr. Rosaria Di Nucci, Michael Krug and Vincenzo Gatta (FFU) berichteten über den aktuellen Stand und Zwischenergebnisse von COME RES, insbesondere über eine ländervergleichende Untersuchung zu den Potenzialen von Bürgerenergie bis 2030, die im Rahmen von COME RES durchgeführt wurde. Es folgten weitere Beiträge zu Geschäftsmodellen von Energiegemeinschaften (Johannes Vollmer, Becker Büttner Held) und ausgewählten Beispielen Guter Praxis aus Schleswig-Holstein, Thüringen und Nordrhein-Westfalen:

  • Kooperation von Projektierer, Stadtwerken und Bürgerenergiegenossenschaften im Windpark Uthleben in Thüringen (Thomas Mund, Stadtwerke Nordhausen)
  • Bürgerenergieprojekte in Schleswig-Holstein u.a. im Bereich der Sektorenkopplung (Horst Leithoff, Geschäftsführer mehrerer Bürgerwindparks und Vorsitzender des BWE-Landesverbandes Schleswig-Holstein)
  • Direktvermarktung von Strom aus Bürgerenergieprojekten in NRW (Thomas Voß, Die Energielandwerker eG)
  • Pilotprojekt zu Energy Sharing in NRW (Prof. Jens Lowitzsch, Viadrina-Universität Frankfurt (Oder). 

Auch aktuelle politische Themen wurden diskutiert. Prof. Dieter Sell, Geschäftsführer der ThEGA, erörterte die Einrichtung eines Bürgerenergiefonds in Thüringen nach dem Modell Schleswig-Holsteins. Zu den Perspektiven der Bürgerenergie nach den Bundestagswahlen gab Dr. Julia Verlinden, bislang energiepolitische Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen, erste Einschätzungen. 

Die Dokumentation der Veranstaltung in deutscher Sprache und eine Zusammenfassung in englischer Sprache werden in Kürze auf der COME RES Webseite https://come-res.eu/stakeholder-desks/germany verfügbar sein.

Im Februar 2022 ist ein Thematischer Workshop geplant.

Kontakt: 

Dr. Rosaria Di Nucci, dinucci@zedat.fu-berlin.de

Michael Krug, mikru@zedat.fu-berlin.de

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