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Auftaktveranstaltung des deutschen Ländertisches im Rahmen des Horizon 2020-Projekts COME RES

News vom 24.12.2020

Das erste Treffen des deutschen Ländertisches (Stakeholder Desk) im Projekt COME RES fand am 11. Dezember 2020 online statt. Ziel von COME RES ist es die Marktentwicklung von erneuerbaren Energien im Elektrizitätssektor durch die Verbreitung von sog. Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften in neun EU-Ländern zu erleichtern. Der thematische Schwerpunkt des Projektes liegt in Deutschland bei der Windenergie (onshore) und integrierten Ansätzen (z.B. Mikronetze, virtuelle Kraftwerke). Zielregion ist Thüringen, Modellregion Schleswig-Holstein, Pionierland im Bereich der Bürgerwindkraft. Es werden aber auch Entwicklungen in anderen Bundesländern berücksichtigt.

Ziel des Auftakttreffens war es, wichtige Bürgerenergie-Akteure zusammenzubringen, um regionalspezifische Barrieren in der Zielregion Thüringen zu identifizieren und die Erfolgsfaktoren in der Modellregion Schleswig-Holstein, zu beleuchten.

Die Koordinatoren des Projekts und des Ländertisches in Deutschland Rosaria Di Nucci und Michael Krug von der Freien Universität Berlin stellten den 35 TeilnehmerInnen die Ziele und Highlights von COME RES, den EU-Rechtsrahmen für Energiegemeinschaften und die Rolle des Ländertisches innerhalb des Projekts vor. Zu den teilnehmenden Akteuren und Stakeholdern gehörten u.a. VertreterInnen von Landesministerien, Energieagenturen, Verbänden der Erneuerbaren Energien und der Windenergie, Energiegenossenschaften und anderen Bürgerenergieorganisationen sowie deren Dachverbänden, Stadtwerken, Projektentwicklern, Finanzierungsinstitutionen, Verbraucherorganisationen und politischen Stiftungen/Zivilgesellschaft.

Nach einem Vortrag, der die EEG-Novelle 2021 und die Perspektive der Energiegenossenschaften auch im Hinblick auf die Erneuerbare-Energien- und die Strombinnenmarkt-Richtlinien der EU thematisierte, erläuterten ExpertInnen aus Thüringen und Schleswig-Holstein die lokalen Rahmenbedingungen und zeigten wichtige Hemmnisse, aber auch positive Entwicklungen auf. In einem interaktiven Teil identifizierten und klassifizierten die TeilnehmerInnen weitere Barrieren für die Entwicklung von Energiegemeinschaften und diskutierten Lösungswege und Möglichkeiten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Die Auftaktveranstaltung wurde in Kooperation mit der Servicestelle Windenergie der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) organisiert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Bettina Knothe, Beraterin für partizipative Nachhaltigkeit.

Die nächste Veranstaltung des Ländertisches ist für März 2021 geplant. Ein thematischer Workshop wird sich u.a. mit der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinien und den Rahmenbedingungen für Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften (RECs) in Deutschland und in ausgewählten COME-RES-Ländern beschäftigen.

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