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Analyse und Bewertung von Politikmaßnahmen und ökonomischen Instrumenten des Ressourcenschutzes für die Weiterentwicklung von ProgRess

Projektleitung:
Mitarbeiter/innen:
Förderung:

Umweltbundesamt

Projektlaufzeit:
01.02.2017 — 01.09.2019

Partner: Fraunhofer ISI, Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS)

Hintergrund des Projekts ist, dass die Ziele zur Verbesserung der Ressourceneffizienz in Deutschland nicht erreicht werden. Die Rohstoffproduktivität hat sich zwar bis zum Jahr 2014 um 48 % bezogen auf das Jahr 1994 erhöht (BMUB 2016). Das bereits 2002 in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung festgelegte Ziel, die Rohstoff-produktivität bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln, wird bei Fortschreibung der gegenwärtigen Trends hinsichtlich Materialnutzung und Wirtschaftsleistung jedoch voraussichtlich verfehlt.

Das bisherige ressourcenpolitische Instrumentarium zielt vor allem auf Förderung von ressourceneffizienten Innovationen und deren Verbreitung, etwa durch Beratungsprogramme oder der Innovationsförderung. Marktbasierte Instrumente, die durch Preissignale Anreize für sparsameren Materialverbrauch setzen, oder ordnungsrechtliche Instrumente etwa bei der Anlagenzulassung oder der Beschränkung des Marktzugangs für ineffiziente Produkte, werden dagegen kaum genutzt. Zum Einsatz kommen sie allenfalls im Hinblick auf Abfallvermeidung oder -behandlung sowie der Energieerzeugung und -verbrauch, nicht jedoch, um den Input anderer (Primär-)Materialien wirksam zu reduzieren.

Deshalb wird es die zentrale Aufgabe des Projekts sein, die Evidenz zu den Vor- und Nachteilen von marktbasierten Instrumenten der Ressourcenpolitik umfassend aufzuarbeiten. Die Analysen sollen dazu geeignet sein, die politischen Akteure bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Ressourceneffizienzprogramms umfassend mit der Evidenz zu den Wirkungen marktbasierter Instrumente zu informieren und ihre Entscheidungen dadurch zu unterstützen.