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TRends In Global Governance and Europe’s Role (TRIGGER)

Projektleitung:
Mitarbeiter/innen:
Ansprechpartner/in:
Dr. Klaus Jacob

Die Europäische Union (EU) ist ein multi-dimensionaler, sich konstant wandelnder Akteur in der Global Governance. Abhängig von den jeweiligen Policy-Bereichen verfügt die EU über unterschiedliche Akteursqualität (Actorness) und Einfluss. Dabei entwickelt die EU sich durch ihre verschiedenen Governance Arrangements in den verschiedenen Politikfeldern stetig weiter. In manchen Governance-Strukturen spricht sie bereits mit einer Stimme, wie dies beispielsweise der Fall bei Handelsbeziehungen, Datenschutz oder auch Regulationen zu e-Kommunikation ist. In anderen Situationen hingegen nimmt die EU lediglich als intern fragmentierter Block an Dialogen der Globalen Governance teil, wie dies beispielweise bis vor kurzem noch im Bereich der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik der Fall war. Im Ergebnis verhandelt die EU in einigen Feldern wirksam als ein einziger Akteur (beispielsweise beim Klima); gleichsam aber kann die EU auch als schwacher Beobachter erscheinen, die dann den Interessen ihrer stärksten Mitgliedsstaaten untergeordnet ist, wie dies in den Vereinten Nationen Teils der Fall ist. Zuletzt wurden mit der neuen EU Global Strategy Bemühungen auf den Weg gebracht, die Rolle der Europäischen Union in einer Vielzahl von Bereichen – diese rangieren von Verteidigung über Klimapolitik bis hin zu Nachhaltiger Diplomatie – zu stärken. Dies soll erreicht werden, indem ein kohärenter Rahmen für das Fortschreiten einer europäischen Agenda konzipiert wurde.

Vor diesem Hintergrund hat das TRIGGER Projekt das Ziel, EU-Institutionen notwendiges Wissen und Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen die Akteursqualität, Effektivität und der Einfluss in Globaler Governance verstärkt und verbessert werden kann.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es die Ambition des Projektes, neue Wege zu entwickeln um europäische Politikgestalter insbesondere mit Methoden von partizipativer Vorausschau mit dem erforderlichen Wissen bei ihren Entscheidungen zu unterstützen. Dabei werden insbesondere auch aufkommende Trends, wie Nationalismus, Regionalismus und Protektionismus thematisiert. Die Erkenntnisse werden in einer Vielfalt an Werkzeugen gesammelt, wie beispielsweise den Atlas of Global Governance REGulation and Europe’s AcTORness (AGGREGATOR) sowie Co-Creating the European Union (COCTEAU). AGGREGATOR zielt dabei darauf ab, die Actorness und Effektivität zu modellieren und einen Überblick über rezente globale Trends und insbesondere Trends in der Globalen Governance zu erarbeiten. COCTEAU wird neue Techniken umfassen, wie beispielsweise KI-basierte Sentiment Analysis, sowie innovative Methoden der öffentlichen Einbindung und des öffentlichen Engagements. In vier sogenannten „Deep Dives“ wird das Projekt zunächst den derzeitigen Stand der EUs Actorness in den jeweiligen Feldern ermessen, wie sich die Actorness über die Zeit entwickelt hat, und wie die Europäische Union ihren Einfluss in jenen Bereichen zukünftig verbessern und verstärken kann. Dabei werden unter anderem auch Projektionsmethoden verwendet.

Alle Ergebnisse und Erkenntnisse werden letztendlich zusammengeführt und in einem Werkzeugkasten zusammengefügt, der sich dem Public Engagement for Responsive and Shared EU Strategies (PERSEUS) widmen wird.