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Dynamiken in föderalen Systemen: Forschungsdesign und Erhebungstechniken

(15402)

TypProjektseminar
Dozent/inSabine Kropp
RaumGarystr.55/302a
Beginn16.10.2017 | 14:00
Zeit

Mo. 14-18 Uhr

Als Organisationsprinzip politischer Systeme hat der Föderalismus in den vergangenen Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen. Föderale Systeme zeichnen sich durch eine besondere Flexibilität aus, sie sind aber auch von erheblichen institutionellen Spannungen geprägt, da Kompetenzen häufig umstritten sind und immer wieder von Neuem an gesellschaftliche und politische Entwicklungen angepasst werden müssen. Aus diesen Gründen werden föderale Institutionen auch auffallend häufig reformiert. Eine „optimale“ Verteilung von Zuständigkeiten, die Probleme effektiv lösen könnte, gibt es dennoch in der Regel nicht, vielmehr prägen in sich nicht stimmige Aufgabenverteilungen und Finanzströme das Bild. Im Projektkurs widmen wir uns unterschiedlichen Erklärungsansätzen, die sich den Dynamiken in föderalen Systemen widmen. Anhand unterschiedlicher Politikfelder – u.a. der Inneren Sicherheit, des Ausbaus der Energienetze oder der Bildungspolitik – werden föderale Dynamiken, Reformen und ihre diskursive Verarbeitung untersucht und in kleine Forschungsprojekte umgesetzt. Die Studierenden lernen in Arbeitsgruppen und anhand der von ihnen durchgeführten Forschungsarbeiten, Forschungsdesigns (Fallstudien oder vergleichende Designs) auszuarbeiten sowie Hypothesen zu generieren und zu überprüfen. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auch Problemen der Fallauswahl und Erhebungstechniken gelten; so werden Kodiertechniken (Diskurse) im Seminar eingeübt und angewandt. Die Projekte können auch weiter zu Masterarbeiten ausgebaut werden.

SFB 700
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