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"Die Herstellung einer öffentlichen Hegemonie"

News vom 26.10.2007

Die Herstellung einer öffentlichen Hegemonie

 

Jürgen Gerhards, Mike S. Schäfer

Die Herstellung einer öffentlichen Hegemonie

Humangenomforschung in der deutschen und der US-amerikanischen Presse.

Biowissenschaftliche Forschungen und deren Anwendung waren in den vergangenen Jahren häufig Gegenstand öffentlicher Auseinandersetzungen. Der Ausgang dieser Debatten hat die Entwicklung der Wissenschaft entscheidend beeinflusst. Die Untersuchung zeigt am Beispiel der öffentlichen Diskurse über die Sequenzierung des menschlichen Erbguts in Deutschland und den USA, wie es den Befürwortern dieser Forschung gelungen ist, eine öffentliche Hegemonie herzustellen: Die öffentliche Debatte wird in beiden Ländern dominiert von wissenschaftlichen Akteuren, die das Projekt der "Entschlüsselung" des menschlichen Erbguts in erster Linie positiv bewerten. Wissenschaftliche und medizinische Deutungen und die damit verbundenen Heilsversprechen dominieren den Diskurs und erzeugen die nötige Legitimation. Dieser Befund gilt gleichermaßen für Deutschland und die USA, aber auch für drei weitere Länder (Österreich, Großbritannien und Frankreich) und die Debatte im Internet, so dass man von der Herstellung einer transnationalen öffentlichen Hegemonie sprechen kann.

Aus dem Inhalt

  • Vorstrukturierung der Diskurse durch die historische Entwicklung der Humangenomforschung und durch Debatten zu anderen biowissenschaftlichen Themen
  • Beschreibung einer öffentlichen Hegemonie von Befürwortern in fünf Ländern und im Internet
  • Erklärung dieser Hegemonie durch die Aktivität von medienexternen Akteuren und Journalisten
  • Einbettung der Ergebnisse in normative Theorien wissenschaftlicher Öffentlichkeit
 
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