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Affektive und kulturelle Dimensionen von Integration in Folge von Flucht und Zuwanderung (AFFIN)

Das Projekt "Affektive und kulturelle Dimensionen von Integration in Folge von Flucht und Zuwanderung" (AFFIN) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen Maßnahme "Migration und gesellschaftlicher Wandel" im Themenfeld "Diversität und kultureller Wandel durch Zuwanderung" von 2018 bis zum August 2021 gefördert. Der interdisziplinäre Forschungsverbund setzt sich zusammen aus Soziologen, Psychologen und Medizinern aus dem Bereich der kulturvergleichenden Psychiatrie und ist angesiedelt an der Freien Universität Berlin, der Charité - Universitätsmedizin Berlin, dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Georg-August-Universität Göttingen. Das Vorhaben arbeitet zudem eng zusammen mit dem an der Freien Universität beheimateten Sonderforschungsbereich 1171 "Affective Societies – Dynamiken des Zusammenlebens in bewegten Welten".

Das Forschungsvorhaben widmet sich der durch Flucht- und Migration bedingten Zuwanderung und deren Herausforderungen für das soziale Zusammenleben in der Gegenwartsgesellschaft. Zuwanderung geht in vielen Fällen mit kultureller Diversität einher und die zunehmende Vielfalt unterschiedlicher Sprachen, Religionen und Praktiken des Miteinanders wird nicht nur als Chance, sondern ebenso als Herausforderung für Solidarität und sozialen Zusammenhalt gesehen. Die Integration von Zuwanderern wird daher in Politik und Öffentlichkeit lebhaft diskutiert und Fragen danach, was eine Gesellschaft eigentlich zusammenhält und wie Integration gelingen kann, werden oftmals mit Verweisen auf Bildung, Kompetenzen, Akzeptanz von Normen sowie der Einbindung in Institutionen beantwortet.

Das AFFIN-Projekt geht hingegen davon aus, dass sich Zusammenhalt und soziales Miteinander ebenso über Werthaltungen, Gefühle und Emotionen definieren. Aspekte von Zugehörigkeit, des Empfindens von Fremdheit und Vertrautheit sowie affektives Wohlbefinden sind sowohl auf Seiten von Migranten und Geflüchteten als auch auf Seiten der einheimischen Bevölkerung wichtige Stellschrauben eines gelingenden Miteinanders. Ziel des Verbundvorhabens ist es daher, diese bisher nur marginal beforschten Aspekte von Integration interdisziplinär zu analysieren, um den gesellschaftlichen Wandel durch Zuwanderung zu verstehen und nicht zuletzt auch Handlungsvorschläge für gesellschaftliche Entscheidungsträger zu entwickeln.

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