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Nachwuchsgruppen

Am Berliner Zentrum für interdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung (INTERACT), das am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften angesiedelt ist, wurden drei Nachwuchsgruppen eingerichtet, die sich unter Berücksichtigung multiperspektivischer Ansätze auf drei komplementäre Forschungsbereiche konzentrieren: 

Die Nachwuchsgruppe "Transnationale Konflikte" strebt an, die Transformationen transnationaler Konfliktkonstellationen und ihre politischen, sozialen, ökonomischen und rechtlichen Interdependenzen zu analysieren. Es sollen sowohl die Formen und Prozesse transnationaler Konflikte als auch die Folgen für die Konfliktregulierung identifiziert werden. Erkenntnisanleitend sind nicht allein die Charakteristika und Verschiebungen von Konfliktkonstellationen, sondern auch die Fragen danach, wie diese räumlich (regional bzw. global) und zeitlich (historisch) miteinander verwoben sind und wie sie sich vor dem Hintergrund globaler Machtverschiebungen transformieren.

In der Nachwuchsgruppe "Radikale Räume" werden die Wechselbeziehungen zwischen transnationalen Konfliktkonstellationen und gewaltförmigen gesellschaftlichen Mobilisierungsprozessen untersucht. Im Zentrum steht die Erforschung von Bedingungen, Formen und Dynamiken radikaler Politiken und (nicht)staatlicher Gewalt, von Prozessen sozialer Mobilisierung und Mustern ihrer Radikalisierung und Repression, sowie die Theoretisierung der Ver­bin­dung von Gewaltdynamiken zu medial vermittelten Deutungskämpfen. Der Fokus liegt dabei auf politischen Subjektivierungsprozessen und Interaktionsdynamiken zwischen Behörden und nichtstaatlichen Akteuren, die extreme Handlungsmuster und die Hinwendung zu radikalen Politiken befördern oder einhegen. 

Die Nachwuchsgruppe "Verschwimmende Grenzen" soll bestehende Konzepte, Begriffe, Methoden der Friedens- und Konfliktforschung hinsichtlich ihres analytischen Nutzens sowie ihrer gesellschaftlichen Risiken reflektieren, genealogisch angelegte Begriffsarbeit mit empirischer Forschung kombinieren und auf eine Intervention sowohl in die wissenschaftliche Diskussion als auch in die politische Auseinandersetzung zu dem Thema zielen.