Forschungsprojekt „Journalismus und seine Ordnung der Emotionen“ gestartet

Die Mitarbeiterinnen des Forschungsprojekts: Ana Makhashvili, Prof. Dr. Margreth Lünenborg, Luise Erbentraut, Débora Medeiros (v.l.n.r.)

Die Mitarbeiterinnen des Forschungsprojekts: Ana Makhashvili, Prof. Dr. Margreth Lünenborg, Luise Erbentraut, Débora Medeiros (v.l.n.r.)
Bildquelle: Miriam Klingl

Prof. Dr. Margreth Lünenborg beim Science-Slam 2019

Prof. Dr. Margreth Lünenborg beim Science-Slam 2019
Bildquelle: Miriam Klingl

Mit einem Science-Slam am 17. Oktober 2019 in den Museen Dahlem gingen die Forschungsprojekte des Sonderforschungsbereichs 1171 „Affective Societies“ in die zweite Laufzeit. Das IfPuK wird in dem Verbund durch das Teilprojekt „Journalismus und seine Ordnung der Emotionen“ unter der Leitung von Prof. Margreth Lünenborg vertreten. Als Postdoc im Projekt widmet sich Débora Medeiros der Längsschnittanalyse der Migrationsberichterstattung in Deutschland seit den 1990er-Jahren. Ana Makhashvili steigt als Doktorandin in das Projekt ein und wird insbesondere die Affektdynamiken der Interaktion zwischen (Para-)Journalismus und seinem Publikum auf Social-Media-Kanälen untersuchen.

Nachdem in der ersten Antragsphase Reality TV als Medienformat untersucht wurde, in dem das Aus- und Herstellen von Affekten explizit im Zentrum stand, werden die dort erarbeiteten theoretischen Konzepte und methodischen Vorgehensweisen nun auf Journalismus angewandt.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage danach, in welcher Weise Journalismus, der normativ dem Ideal neutraler Berichterstattung verpflichtet ist, gleichwohl Emotionen erzeugt und diese im Diskurs sichtbar macht. Untersucht wird dies an der audiovisuellen Berichterstattung zum Thema Flucht und Migration seit 1990. Neben professionellem Journalismus rücken auch parajournalistische Formate wie YouTube-Videos in den Blick. Wir fragen danach, welche affektiven Dynamiken in den Medienformaten selbst sowie in der Interaktion mit den Nutzer*innen sichtbar werden.

Bestandteil des Projektes ist eine Kooperation mit den Neuen Deutschen Medienmacher*innen sowie der Bundeszentrale für politische Bildung, um ausgewählte Ergebnisse der Forschung in multimedialen Formaten auch einem nicht-wissenschaftlichen Publikum zugänglich zu machen.

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