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Forschungsprofil

Arbeitsbereich Deutschland und Frankreich im Vergleich

Arbeitsbereich Deutschland und Frankreich im Vergleich

Der Arbeitsbereich Deutschland und Frankreich im Vergleich versteht sich als Teil der Vergleichenden Politikwissenschaft mit einem Fokus auf politics, polity und policy in Deutschland und Frankreich sowie ihrer Rolle in der EU. Dabei fungieren reale Probleme, die aus dem Zusammenwirken von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in Mehrebenensystemen entstehen, als Ausgangspunkt einer theoriegeleiteten vergleichenden Analyse. Analytisch-konzeptionell verwenden wir akteur- und institutionenzentrierte Ansätze, die als allgemeiner Theorierahmen anschlussfähig für verschiedene Forschungsdesigns und Formen des Vergleichs sind: die Kombination von quantitativen und qualitativen Analysen, den Vergleich von Politiken zwischen Ländern, Politikfeldern und über Zeit sowie mixed methods designs die Fallstudien mit einem Vergleich über eine mittlere Fallzahl (N = 30-90) verbinden.


Zu den Forschungsschwerpunkten des Arbeitsbereichs gehören unter anderem...

Vergleichende Staatstätigkeit

In diesem Schwerpunkt beschäften wir uns in vergleichender Perspektive mit der Gestaltung von Politikinstrumenten, ihrer Form und ihren Inhalten. Wir erforschen Veränderungen in der Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik durch externe (EU-Politiken) und interne Einflüsse (demographischer Wandel, Parteienwettbewerb, ...). Auf übergeordneter Ebene interessiert uns dabei stets das Verhältnis zwischen Markt und Staat.

Zum Thema der vergleichenden Staatstätigkeit werden am Arbeitsbereich momentan die Forschungsprojekte "SProcure" und "ReSpend" durchgeführt.

Aktuelle Publikationen zu diesem Schwerpunkt sind:

  • Hartlapp, M. and Windwehr, J. (2025) ‘Studying the reconfiguration of EU social policy’, in B. Ebbinghaus and M. Nelson (eds), Handbook on Welfare State Reform, Edward Elgar Publishing, pp. 326–42.
  • Hartlapp, M. (2025) ‘Synergies and tensions between environmental and social goals in public procurement’. In Domorenok, E., Graziano, P. and Zimmermann, K. (eds) The eco-social polity? Theoretical, conceptual and empirical issues, Bristol, Bristol University Press/ Policy Press, p. 208-224.

EU-Mehrebenensystem

In diesem Schwerpunkt steht Konflikt im EU Mehrebenensystem im Mittelpunkt. Uns interessieren einerseits Konfliktlinien innerhalb und zwischen den EU Institutionen, andererseits Konflikte zwischen der europäischen und nationalstaatlichen Ebene. Was beeinflusst den Konflikt, wie gehen die Akteure und Institutionen mit Konflikt um und wann lässt er sich (erfolgreich) meistern?

Zum Thema EU-Mehrebenensystem führt der Arbeitsbereich die Datenbanken "PEU". (Position Formation in the EU Commission) und  "SozPol".

Aktuelle Publiakationen zu diesem Schwerpunkt sind:

  • Hartlapp, M. (2025) ‘European Commission in Public Policy’, in M. van Gerven, C. Rothmayr Allison and K. Schubert (eds), Encyclopedia of Public Policy, Cham: Springer Nature Switzerland; Imprint Springer, pp. 1–6.
  • Ausfelder, A., Eick, A., Hartlapp, M., Mespoulet, R., Saurugger, S., Terpan, F., and Cappellina, B. (2024). EU soft-law: Non-binding but enforcable. European Law Journal, 30(4): 668-684.

Repräsentation

In diesem Schwerpunkt erforschen wir, wie Bürger:innen in gewählten Regierungen und politischen Institutionen repräsentiert werden. Ausgangspunkt unserer Analysen ist ein allgemein wahrgenommenes Repräsentationsdefizit – besonders bei Frauen, ökonomisch schwachen Gruppen oder ethnischen Minderheiten. Wir versuchen dieses Defizit messbar zu machen und seine Effekten auf politische Entscheidungen und Ergebnisse zu erfassen. Und wir fragen, welche Antworten in den etablierten Demokratien auf Repräsentationsdefizite entwickelt werden.

Aktuelle Publikationen zu diesem Schwerpunkt sind:

  • Alayrac, P. et al. (2025). Pathways to the top: Women, men, and leadership in the European Commission. European Union Politics, 26(1): 23-44.
  • Hartlapp, Miriam, Maura Kratz, und Marie Michel. 2025. „How Conceptualisation Matters for Representation: The Case of Migrantised Groups“. Representation: 1–29.