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Regieren im europäischen Mehrebenensystem: Die Gemeinsame Umweltpolitik

(15173)

TypProseminar
Dozent/inCarina Sprungk
Freie Plätzeja
RaumIhnestr. 21 F
Beginn18.04.2007
Zeit

Mi. 12-14 Uhr

In den letzten Jahrzehnten haben die globalen Entwicklungen in den Bereichen Wirtschaft, Technologie und IT zu einer stärkeren Verflechtung von und Kooperation zwischen Staaten geführt. Dies ist besonders deutlich für den Bereich Umwelt, in dem die Herausforderungen des Klimawandels, der Zerstörung der Ozonschicht, der Wasserverschmutzung und des Artensterbens etc. allesamt eine stärkere Kooperation zwischen Staaten erfordern. In der Politikwissenschaft wird angesichts dessen diskutiert, unter welchen Bedingungen effektive internationale Institutionen und neue Formen globalen Regierens etabliert werden können, um diese (umwelt-)politischen Probleme staatenübergreifend zu lösen.

Das Proseminar führt in die Gemeinsame Europäische Umweltpolitik als die am stärksten etablierte Form staatenübergreifenden Handelns zur Lösung umweltpolitischer Probleme ein. Es ist in fünf Teile gegliedert, die weitgehend dem Ablauf des Politikzyklus entsprechen. Im ersten Teil werden die spezifischen Charakteristika des Politikfelds Umwelt im Vergleich zu anderen Politikfeldern, und die besondere Bedeutung der europäischen Umweltpolitik  (EUP) im Hinblick darauf, diskutiert. Zweitens wird die Entstehung europäischer Umweltpolitik besprochen: wer sind die wichtigsten Akteure der EUP? Welchen Prinzipien liegt die EUP zugrunde? Wie gelangen umweltpolitische Probleme auf die europäische Agenda? Im dritten Teil des Proseminars werden spezielle Teilbereiche der EUP diskutiert. Wie reagiert die EU auf Luftverschmutzung? Welche Antworten hat die EUP auf die Verschlechterung der Wasserqualität und des Artensterbens? Inwiefern ist die EUP in einigen Bereichen von internationaler Regulierung inspiriert und umgekehrt? Im vierten Teil werden wir die nationale Ebene und die Implementation und Einhaltung von EUP-Regelungen in den Mitgliedstaaten betrachten. Wer sind die umweltpolitischen Vorreiter und Nachzügler in Europa? Können wir ein Nord-Süd, oder ein Ost-West-Gefälle beobachten? Welche Rolle spielen Unterschiede in Regierungssystemen, politischer Kultur oder wirtschaftliche Bedingungen für die effektive Anwendung der EUP in den Mitgliedstaaten? Im letzten Teil des Seminars werden schließlich die künftigen Herausforderungen der EUP und ihre internationale Reichweite diskutiert.