Europäische Sozialpolitik unter Berücksichtigung der Genderpolitik

(15161)

TypProseminar
Dozent/inDr. Sabine von Oppeln
RaumIhnestraße 22 22/E1
Beginn12.10.2009
Zeit

Mo. wö. 12.00-14.00

(GEND)

Auch wenn die Sozialpolitik zu den Politikbereichen gehört, die nach wie vor zu wesentlichen Teilen im Kompetenzbereich der Mitgliedstaaten liegen, sind mit der Einrichtung des europäischen Binnenmarktes und insbesondere seit Abschluss des Maastrichter Vertrages die direkten und indirekten Einwirkungsmöglichkeiten der europäischen Ebene erheblich ausgeweitet worden. Dabei kann nicht von einer zufriedenstellenden Bewältigung der sozialpolitischen Herausforderungen europäischer Politik gesprochen werden. Im Gegenteil: In den letzten 10 Jahren hat sich die Krise des wohlfahrtsstaatlichen Modells europäischer Politik beschleunigt, ohne dass eine Kompensation auf europäischer Ebene erfolgt ist. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat die Diskussion um die soziale Dimension europäischer Politik an Bedeutung gewonnen. Spätestens seit der Ablehnung des europäischen Verfassungsvertrages durch Referenden in Frankreich und den Niederlanden ist die soziale Dimension europäischer Politik ein wichtiger Focus der politischen und wissenschaftlichen Debatte. 

Ziel des Seminars ist es, die Entwicklungslinien und Bestimmungsfaktoren sozialpolitischen Handelns in der Verflechtung zwischen der nationalen und supranationalen Ebene zu untersuchen. Dabei geht es sowohl  um die Akteure, Instrumente und Formen sozialpolitischer Steuerung im Mehrebenesystem der EU als auch um die Prozesse der Implementation auf nationaler Ebene. Darüber hinaus sollen einzelne Schwerpunkte der europäischen Sozialpolitik eingehender untersucht werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Entwicklungen im Bereich der Gleichstellungspolitik und des Gendermainstreaming gerichtet.

Eine Literaturliste wird zu Beginn des Semesters ausgeteilt.