Die Europäisierung nationalstaatlicher Politik: Eine Einführung

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TypProseminar
RaumIhnestr. 21, 21/E
Zeit
Di 10:00-12:00

Die Europäische Union (EU) bildet ein politisches System, das inzwischen 27 Staaten umfasst und eine Vielzahl nationalstaatlicher Aufgabenbereiche übernimmt. Während sich die Europaforschung lange mit der Erklärung der europäischen Integration selbst beschäftigte, wird nun unter dem Begriff der ‚Europäisierung’ auch deren Auswirkung auf die Mitgliedstaaten untersucht. Das Proseminar setzt hier an: Es bietet eine grundlegende Einführung in die Europäisierungsforschung anhand der Frage, wie die neu entstandene europäische Ebene die Politik in den Mitgliedstaaten beeinflusst. Besonderes Augenmerk gilt hierbei dem innerstaatlichen Gefüge zwischen nationaler und subnationaler Ebene. Kommt es durch die EU zu Gewichtsverschiebungen in den intergovernementalen Beziehungen?

Das Proseminar möchte diesen Fragen wie folgt nachgehen: Zunächst soll einführend das politische System der EU als Teil eines Mehrebenensystems betrachtet werden. Anhand der Europäisierungsliteratur werden im Folgenden die Einflussmechanismen zwischen der europäischen und den mitgliedstaatlichen Ebenen ausgearbeitet. Die Auswirkungen der europäischen Integration sollen sodann anhand exemplarischer Politikfelder in föderalen und unitarischen Staaten untersucht werden.

 

Einführende Literatur/Überblicksdarstellungen:

Bulmer, Simon/Lequesne, Christian (Hrsg.) (2005): The Member States of the European Union.

Cowles, Maria Green/Caporaso, James/Risse, Thomas (Hrsg.) (2001): Transforming Europe. Europeanization and Domestic Change.

Featherstone, Kevin/Radaelli, Claudio M. (Hrsg.) (2003): The politics of Europeanization.

Graziano, Paolo/Vink, Maarten P. (Hrsg.) (2007): Europeanization. New Research Agendas.

Wessels, Wolfgang/Maurer, Andreas/Mittag, Jürgen (Hrsg.) (2003): Fifteen into one? The European Union and its member states.