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Inseln der Sicherheit? Formen und Reichweite nicht-staatlicher Gewaltkontrolle in Bürgerkriegsräumen

Institution:

Sonderforschungsbereich 700
Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit

Mitarbeiter/innen:
Projektlaufzeit:
01.01.2010 — 31.12.2013
Homepage:

In Bürgerkriegsräumen tritt Gewalt zumeist weder dauerhaft noch flächendeckend auf. Vielmehr gibt es zeitlich und räumlich Inseln der Sicherheit sowie ein funktional ausdifferenziertes Spektrum an Sicherheitsleistungen und Formen hierarchischer Steuerung, die durch lokale Gewaltakteure ausgeübt werden. Das Projekt fragt daher erstens nach den zeitlichen und räumlichen Ausprägungen und Variationen von Gewalt und Sicherheits-Governance nicht-staatlicher Gewaltgruppierungen (Qualität, Stabilität und Zerfall von Sicherheits-Governance); zweitens nach den Mechanismen und Bedingungen, unter denen lokale Konfliktakteure (bottom-up-Perspektive) Gewalt ausüben bzw. Gewaltkontrolle betreiben und in Sicherheitsleistungen (Schutz vor internen und externen Bedrohungen) investieren; drittens nach den Bedingungen, die zum Einsatz privater Sicherheits- und Militärfirmen führen (top-down-Perspektive) sowie nach den Wechselwirkung „kommerzialisierter Sicherheit“ mit anderen Formen lokaler Sicherheits-Governance. Darauf aufbauend werden viertens die in der ersten Projektphase entwickelten Ideen zu den Typen von nicht-staatlicher Sicherheits-Governance und möglichen Bedingungen ihrer Entstehung bzw. ihres Scheiterns theoretisch vertieft.

SFB 700
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