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Gehört der deutsche Kolonialismus in die Gedenkstättenkonzeption des Bundes? Die Historikerin Manuela Bauche sagt: Ja. Sie plädiert für ein solidarisches Erinnern.
Der deutsche Kolonialismus ist kein Teil der neuen Gedenkstättenkonzeption des Bundes. Ein unglaublicher Rückschritt, findet die Historikerin Manuela Bauche. Sie plädiert stattdessen für ein solidarisches Erinnern.
Im SZ-Podcast “In aller Ruhe” kritisiert Manuela Bauche die neue Gedenkstättenkonzeption als „unglaublichen Rückschritt“. Die Begründung des Kulturstaatsministers, dass eine Gedenkstättenkonzeption, die auch die Erinnerung an den Kolonialismus beinhaltet, die Singularität des Holocaust infrage stelle, hält sie nicht für schlüssig. Es sei so, „dass durch die Erinnerungen ein Unrecht des anderen nicht grundsätzlich verwischt wird“.
Die Historikerin argumentiert, dass es viele Vorteile hat, unterschiedliche Unrechtssysteme parallel in den Blick zu nehmen. Nur so könnten Kontinuitäten und Gemeinsamkeit sichtbar gemacht werden. „Bei der Sorge um den Verlust der Singularität geht es ja eigentlich um die Sorge einer Gleichsetzung. Es fordert aber niemand eine Gleichsetzung.“
Bauche plädiert für ein „solidarisches Erinnern“, das „nicht in Konkurrenz zueinander tritt und gegenseitige Bezüge zueinander erlaubt“.
Warum das die Debatte um Erinnern und Gedenken bereichern könnte, hört ihr im Podcast auf Spotify oder unter sz.de/inallerruhe (SZ Plus). (Wer reinhören möchte, aber an der Paywall scheitert, wende sich an Manuela Bauche.)
Manuela Bauche in Carolin Emckes SZ-Podcast "In aller Ruhe"
Gehört der deutsche Kolonialismus in die Gedenkstättenkonzeption des Bundes? Die Historikerin Manuela Bauche sagt: Ja. Sie plädiert für ein solidarisches Erinnern.
06.02.2026
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24.07.2025
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04.07.2025

