Prof. Dr. Claudia Liebelt

Institut für Sozial- und Kulturanthropologie
Universitätsprofessorin für Sozial- und Kulturanthropologie und Geschäftsführende Direktorin der WE 04 (Sozial- und Kulturanthropologie)
Geschäftsführende Direktorin Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, Leiterin der Arbeitsstelle "Gender, Körper, Sexualitäten", PI BGSMCS (Berlin Graduate School of Muslim Cultures and Societies) und GEAS (Graduate School of East Asian Studies)
Raum 105
14195 Berlin
Sprechstunde
In der vorlesungsfreien Zeit (bis 13.04.2026) findet meine Sprechstunde ausschließlich online statt, und zwar zu folgenden Zeiten:
Mi. 18.2., 10.30-12.00 Uhr Do. 5.3., 10.30-12.00 Uhr Fr. 27.3., 10.30-12.00 Uhr
Bitte kontaktieren Sie meine Studentische Hilfskraft (SHK) Moxi unter moxi.ochsenbauer@fu-berlin.de mit Ihrem Anliegen, um einen Termin zu vereinbaren.
Meine Forschungsschwerpunkte sind die Anthropologie des Körpers und der Sinne, Geschlecht und Sexualität, transnationale Migration und Citizenship, Politische Anthropologie, Affekt und Religion. Regional ist meine Forschung Südwestasien und Nordafrika verortet, mit längeren Feldforschungserfahrungen in der Türkei, Israel/Palästina, Marokko, sowie auf den Philippinen bzw. zur philippinischen Diaspora.
Meine derzeitigen Forschungsprojekte befassen sich mit dem Zusammenhang von Affekt und Sinnen ("Olfaktorische Zugehörigkeiten: Umstrittene Duftstoffe in urbanen Öffentlichkeiten", Teilprojekt im SFB 1171, Affective Societies) und Gender & Citizenship in der globalen Schönheitsindustrie (DFG-Projekt "Ästhetische Staatsbürgerschaft").
Ich bin Gründungsmitglied und ehemalige Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft "Gender & Sexualitäten | Queere Anthropologie" innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA) und Rezensionsredakteurin der Zeitschrift Sociologus – Journal for Social Anthropology.
Wissenschaftlicher Werdegang
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seit August 2021: Professur für Sozial- und Kulturanthropologie, FU Berlin, Leitung der Arbeitsstelle „Gender, Körper, Sexualitäten"
- April 2020-Juli 2021 Heisenberg-Stelle zum Thema "Geschlecht, Körper, Schönheit: Transnationale Formierungen des Selbst" an der Universität Bayreuth
- Oktober 2019-März 2020: Gastprofessur mit dem Schwerpunkt Gender- und Diversity-Forschung am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin
- Juni 2019: Habilitation und venia legendi in Sozial- und Kulturanthropologie an der Universität Bayreuth
- April 2010-Januar 2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Akademische Rätin am Lehrstuhl für Sozialanthropologie der Universität Bayreuth
- 2013-2018: Wissenschaftliche Leitung des DFG-Projektes "Ästhetische Körpermodifikationen und Weiblichkeit in einer globalen Stadt: Kulturen der Schönheit in Istanbul"
- April-Juli 2017: Vertretung der W3-Professur für Sozialanthropologie, Universität Bayreuth
- Juli 2009-September 2010 Honorary Research Fellow am Research Institute for Law, Politics & Justice, Keele University (UK)
- Juli 2007-Juli 2009: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Research Institute for Law, Politics & Justice, Keele University (AHRC Forschungsprojekt 'In the Footsteps of Jesus and the Prophet: Sociality, Caring, and the Religious Imagination in the Filipina Diaspora', PI: Prof. Pnina Werbner)
- April 2008 Dissertation im Fach Ethnologie (summa cum laude): ‘Caring for the “Holy Land”: Transnational Filipina Care Workers in the Israeli Migration Regime’; Co-tutelle Verfahren unter Betreuung von Prof. Dr. Burkhard Schnepel (Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg) und Prof. Dr. Eyal Ben-Ari (Hebrew University of Jerusalem)
- 2005-2008: Kollegiatin des Graduiertenzentrums Asien und Afrika im globalen Bezugssystem (GZAA), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- 2004-2007: Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung; Auslandsstipendium (Israel) der Minerva-Stiftung (Max Planck Gesellschaft)
- 1997-2003: Studium an der Universität zu Köln in den Fächern Völkerkunde, Soziologie, Islamwissenschaften und Kunstgeschichte
- 2002-2003 und 2004/4 SHK bzw. WiMi am Institut für Metereologie, Universität zu Köln, im interdisziplinären BMBF-Projekt „IMPETUS"
Lehrtätigkeit im Sommersemester 2026
BA Hauptseminar "Einführung in die Religionsanthropologie" (Introduction to the anthropology of religion)
MA-Seminar "Affekt und Sinne" / "Affect and the Senses"
BA Vorlesung Methoden der Sozial- und Kulturanthropologie (mit H. Dilger)
"Berlin Anthropology Seminars“ (mit K. Kresse und P. Ivanov)
Prüfungstätigkeit
Ich betreue BA- und MA-Arbeiten sowie Promotionen in den Bereichen Anthropologie des Körpers und der Sinne, Geschlecht und Sexualität, Migration, Citizenship, Politische Anthropologie, Religionsanthropologie (Islam, Pilgerfahrt, Säkularismus)
Erstbetreuung zugelassener Promotionsvorhaben:
- R. Belemir Aydin: “Mirroring Ordinary Intimacies: An Ethnographic Study of ‘Turkish’ Hair Salons in Berlin” (seit April 2024)
- Mayis Tokel: “Olfactory Belonging: Contested Scents in Urban Publics” (seit Herbst 2023)
- Ilke Imer: “Olfactory governance: tracing rosely scents in Istanbul” (seit Herbst 2023)
- Melissa Sivri: “Post-Feminist Riders: An Ethnographic Study of non-male Motorcyclists in Turkey” (seit März 2023)
- Henrike Kraul: “Dressing the Self - Formations of (Bi)sexual and Gender Identities in Copenhagen, Denmark” (seit Dez. 2022)
- Doaa Kaddah: “Our Green Clean Maadi: Dialectical Imaginations and Material Reformations of an Egyptian Elite Town” (seit Mai 2022)
- Diana Mignano: “Intime Liaisons madagassischer Frauen” (seit April 2022)
- Severin Penger: “Spuren einer Stadt: Tätowierungen in Neapel“ (seit August 2021)
Abgeschlossene Promotionsprojekte:
-Shahar Shoham, „The Heroes from Isaan Working in Israel: The Production of Migrants in the Thailand-Israel Migration Regime“ (Zweitgutachterin, November 2024)
- Alexandra Bauer, „Das mal zuzulassen, dass man das alles fühlen darf…“ - Zum Ringen mit multi-rassifizierten Affekten im Leben von Frauen der koreanischen Nachfolgegenerationen in Deutschland“ (Zweitgutachterin, Juli 2024)
- Cornelia Ertl, “Planting Ambiguities: Practicing Care at the Botanic Garden” von (Zweitbetreuung, April 2024)
- Taylor Riley, “That's not who I am': the production of knowledge about women who love other women in KwaZulu-Natal,” (Erstbetreuung, Juli 2018)
Am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie leite die Arbeitsstelle „Gender, Körper, Sexualitäten" mit einem regionalen Schwerpunkt auf Südwestasien und Diaspora-Formationen. Meine Forschungsschwerpunkte sind in den Bereichen Gender und Sexualität, Migration und Citizenship, Anthropologie des Körpers und der Sinne, Politische Anthropologie, Religion und Affektforschung verortet, mit einem regionalen Schwerpunkt auf Südwestasien und Nordafrika.
Mein Projekt „Olfaktorische Zugehörigkeiten: Umstrittene Duftstoffe in urbanen Öffentlichkeiten“ (SFB 1171 Affektive Societies, 2023–2027) beleuchtet die Rolle von Geruch und Duftstoffen für gesellschaftliche Machtdynamiken in der Türkei und der türkischen Diaspora in Deutschland. Aufbauend auf ethnographischer Forschung verweist das Projekt auf die zentrale Rolle von mit sensorieller Wahrnehmung verknüpften Affekten für gesellschaftliches Zusammenleben und die Aushandlung von Zugehörigkeit. In meinem zuletzt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt "Ästhetische Staatsbürgerschaft: Formierungen des geschlechtlichen Selbst und Imaginationen urbaner Moderne in Chinas Peripherie" (2021–2026) untersuchte ich den Zusammenhang zwischen globalisierter Schönheitsindustrie, ästhetischen Körpernormen, Zugehörigkeit und staatlicher Gouvernementalität.
Von 2013–2018 leitete ich ein DFG-Projekt über Ästhetische Körpermodifikationen und Weiblichkeit in einer globalen Stadt: Kulturen der Schönheit in Istanbul (2013-2018), das in einer Habilitation mündete.
Von 2007–2010 arbeitete ich im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekt an der Keele University (Großbritannien) zu "Sociality, Caring and the Religious Imagination in the Filipino Diaspora" (Projektleiterin: Prof. Pnina Werbner), aufbauend auf meiner Dissertation zu philippinischen Migrant*innen in Südwestasian, insbesondere in Israel/Palästina.