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Deine Perspektiven auf den Umgang mit hochradioaktiven Abfällen

Öffentlicher Workshop im Rahmen des Forschungsverbundes TRANSENS

News vom 17.10.2022

In einem eintägigen Workshop geht es um deine persönliche Perspektive auf den Umgang mit hochradioaktiven Abfällen und die Endlagerung. Wir sind an deinen Gedanken, deinen Meinungen und dem Austausch mit dir interessiert.

In der neuen Sonderausstellung „Dinosaurier!“ sind erstmals im Museum für Naturkunde Dinosaurier aus den drei Erdzeitaltern Trias, Jura und Kreide zu entdecken. Zu sehen ist auch das Skelett des Tyrannosaurus rex Tristan Otto, das 66 Millionen Jahre alt ist. Vor diesem Hintergrund erscheinen eine Million Jahre wie ein kurzer Augenblick. Denn für diesen Zeitraum soll laut Gesetzgeber der sichere Einschluss von hochradioaktiven Abfällen aus Atomkraftwerken in Deutschland in einem Endlager gewährleistet werden. Im Jahr 2031 soll ein Standort für ein Endlager gefunden sein, im Jahr 2050 soll es fertiggestellt und 2080 nach der Einlagerung der Abfälle verschlossen sein. Ausreichende Vorkehrungen für eine mögliche Bergung der Abfälle sollen für einen Zeitraum von 500 Jahren nach Verschluss getroffen werden.

Schon kürzere Zeiträume über einige Generationen hinweg überschreiten oftmals das menschlich Vorstellbare. Die Standortsuche für ein Endlager ist somit mit vielen offenen Fragen und Ungewissheiten verbunden. Dies wollen wir zum Anlass nehmen, in diesem Workshop über deine persönliche Perspektive zum Umgang mit hochradioaktiven Abfällen und der Endlagerung zu reden und gemeinsam zu diskutieren. Wir sind an deinen Gedanken, deinen Meinungen und dem Austausch mit dir interessiert.

Das Museum für Naturkunde haben wir bewusst als Veranstaltungsort gewählt. Es soll helfen, die langfristigen Risiken und Herausforderungen zu verdeutlichen, die durch die Nutzung der Kernenergie von Menschen selbst verursacht werden. Womöglich lassen sich Parallelen entlang der Exponate in der Dinosaurierwelt oder dem „System Erde“ zu den hochradioaktiven Abfällen und der Endlagerung ziehen. Bestenfalls regt die museale Umgebung dazu an, ganz neu über lange geologische wie menschheits-geschichtliche Zeiträume nachzudenken und diese erfahrbar zu machen.

Zentrale Fragen

•Was bedeutet ein Endlager und die Standortsuche für mich?

•Welchen Umgang mit den hochradioaktiven Abfällen wünsche ich mir?

•Was könnten Menschen in der Zukunft von unseren Entscheidungen halten?

Ziele

•Austausch unter Menschen, die das Verfahren zur Standortsuche für ein Endlager kennen und Menschen, die keine Vorkenntnisse haben

•Diskussion über Ungewissheiten und Fragen, die noch nicht beantwortet werden können

•Austausch über verschiedene Möglichkeiten (Szenarien) zum Umgang mit hochradioaktiven Abfällen


Weitere Infos und das konkrete Programm findest du hier. Dort findest du auch einen Button zur Anmeldung.

Wir freuen uns auf dich.

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