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Artikel „Classifying Social Adaption Practises to Heat Stress – Learning from Autonomous Adaptations in Two Small Towns in Germany“ von Dr. Julia Teebken, Nicole Mitchell, Dr. Klaus Jacob und Dr. Thorsten Heimann veröffentlicht

News vom 16.01.2023

Der sechste IPCC-Sachstandsbericht „Folgen des Klimawandels, Anpassung und Verwundbarkeit“ verdeutlicht den politischen und wissenschaftlichen Fokus auf planerische und Regierungsansätze zur Anpassung an den Klimawandel. Weniger Augenmerk wird dagegen auf Formen der gesellschaftlichen Anpassung („autonomen Anpassung“) gelegt. Dieser Befund gilt insbesondere für Gesellschaften des globalen Nordens, nur wenige Studien haben hier untersucht, wie sich Menschen ohne die Intervention öffentlicher Akteure an den Klimawandel anpassen und welche Strategien sie entwickeln. Die Studie von Dr. Julia Teebken, Nicole Mitchell, Dr. Klaus Jacob und Dr. Thorsten Heimann widmet sich autonomen Anpassungspraktiken in zwei Kleinstädten in Deutschland und liefert damit einen Beitrag zur Debatte über den gesellschaftlichen Umgang mit Hitzerisiken im Alltagsleben. Die empirischen Daten, bestehend aus qualitativen, problemzentrierten Interviews und einer quantitativen Erhebung, zeigen die große Vielfalt bereits vorhandener sozialer Anpassungspraktiken. Die Autor*innen leiten aus den Ergebnissen eine Klassifikation von Praktiken zur Klimafolgenanpassung ab. Diese Klassifikation kann als Grundlage für die Entwicklung von Policy-Instrumenten dienen, insbesondere in Kleinstädten, wo es bisher noch stärker an öffentlicher Klimaanpassungsplanung mangelt. Der Artikel liefert damit neue Erkenntnisse und Anknüpfungspunkte zum Zusammenspiel von politisch-planerischer und privater Klimafolgenanpassung. 

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