Unser Lehrangebot im Sommersemester (mit Kommentaren)

News vom 06.03.2018

Der Arbeitsbereich „Politische Soziologie der BRD“ bietet im Sommersemester folgende Lehrveranstaltungen an:

 

Proseminare:

 

15091 Proseminar Populismus in Theorie und Empirie

Nicole Loew

Ort: Ihnestr.22/UG 1 Seminarraum (Ihnestr. 22)

Zeit: Mi 12:00-14:00

 

Populismus ist als Kategorie vor allem deshalb schwierig, weil er als Begriff weit über den wissenschaftlichen Kontext hinaus in den verschiedensten alltäglichen, medialen und politischen Räumen Einzug erhalten hat. Trotzdem sollte diese Beliebigkeit nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Populismus innerhalb der Politikwissenschaft klar definieren und abgrenzen lässt. Im ersten Teil widmet sich das Seminar deshalb der Definition und den grundlegenden Theorien des Populismus. In diesem Block spielen die Anfänge der Theoriebildung ebenso eine Rolle, wie aktuelle Debatten zur Ausgestaltung des Populismus und seiner ambivalenten Beziehung zur liberalen Demokratie. Im zweiten Teil werden wir uns auf die empirische Analyse konzentrieren. Dabei werden wir uns sowohl der Nachfrageseite widmen und populistische Einstellungen in der Bevölkerung näher betrachten, als auch auf die Angebotsseite schauen, wenn wir rechts- und linkspopulistische Parteien und ihre Folgen für die Demokratie analysieren.

 

 

15092 Proseminar Politische Kommunikation

Simon Richter

Ort: Ihnestr.21/E Seminarraum (Ihnestr. 21)

Zeit: Mi 16:00-18:00

 

Im Fokus der Forschung zu politischer Kommunikation steht traditionell das Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit, Massenmedien und politischem System. Die Veranstaltung beleuchtet die Wechselbeziehungen zwischen diesen drei Bereichen. Dabei gehen wir unter anderem den folgenden Fragen nach: Welche Akteure spielen bei der politischen Kommunikation in demokratischen Gesellschaften eine Rolle? Wie kommen öffentliche Meinungen zu politischen Themen zustande? Welche Wahrnehmungsprozesse spielen bei den Bürgerinnen und Bürger eine Rolle? Wie verändert sich politische Kommunikation während Wahlkämpfen? Welche Konsequenzen haben die Veränderungen der Medienlandschaft – insbesondere durch den Bedeutungszugewinn des Internets und sozialer Netzwerkplattformen – auf die politische Kommunikation in demokratischen Gesellschaften?

Aktive Mitarbeit wird erwartet. Durch das Besprechen zentraler Studien sollen die Studierenden in die theoretischen Grundlagen der politischen Kommunikation eingeführt sowie ein Einblick in gängige Methoden zur Erforschung von Aspekten der politischen Kommunikation ermöglicht werden.

 

 

15093 Proseminar Einführung in die Wahlforschung

Arndt Leininger

Ort: Ihnestr.22/UG 4 Seminarraum (Ihnestr. 22)

Zeit: Do 12:00-14:00

 

Dieses Seminar führt ein in die Grundlagen der Wahlforschung. Im ersten Teil widmen wir uns langfristigen Determinanten des Wähler*innenverhaltens, um darauf aufbauend im zweiten Teil kurzfristige Faktoren, unter besonderer Berücksichtigung von Informationskontexten und der Verarbeitung von Informationen, in den Blick zu nehmen. Es wird von allen Teilnehmer*innen regelmäßige Teilnahme sowie regelmäßige Lektüre der Texte als Vorbereitung auf die einzelnen Sitzungen erwartet. Darüber hinaus wird von allen Teilnehmer*innen eine seminarbegleitende Leistung erwartet, nämlich die Übernahme eines kurzen, max. 15-minütigen Referats.

 

 

15094 Proseminar (GEND) Ausgewählte Felder der Rechtsextremismusforschung

Carmen Altmeyer und Till Herold

Blockseminar:

Ort: Ihnestr.21/E Seminarraum (Ihnestr. 21)

Fr, 20.04.2018 14:00 - 18:00

Sa, 05.05.2018 10:00 - 18:00

Sa, 26.05.2018 10:00 - 18:00

Sa, 16.06.2018 10:00 - 18:00

 

In dem Proseminar „Ausgewählte Felder der Rechtsextremismusforschung“ werden wir uns nach einer inhaltlichen Einführung in die Rechtsextremismusforschung intensiv mit zentralen Bestandteilen rechtsextremer Ideologie beschäftigen. Hierbei werden wir die ausgewählten ideologischen Elemente aus einer intersektionalen Perspektive beleuchten und insbesondere einen Fokus auf die vielfältigen Verschränkungen derselben mit der Kategorie Gender legen. In Absprache mit den Teilnehmer_innen werden wir im Rahmen des ersten Termins die genauen Themenschwerpunkte der Blocktermine festlegen. Da es sich um ein Proseminar handelt, wird kein umfassendes Vorwissen zu den behandelten Themenkomplexen vorausgesetzt. Es wird eine tiefergehende Beschäftigung mit Gender als intersektionaler Kategorie und analytischer (Forschungs-)Linse stattfinden, die es den Teilnehmenden ermöglichen soll, in Zukunft wissenschaftlich zum Thema Gender und/oder Rechtsextremismus zu arbeiten. Aufbauend auf unserer bisherigen Lehrerfahrung am Otto-Suhr-Institut und in anderen Kontexten planen wir ein partizipatives und didaktisch vielfältiges Seminar. Weiterhin ist es uns wichtig, die Teilnehmenden seminarbegleitend in Prozesse des wissenschaftlichen Arbeitens einzuführen und eine gute Betreuung von Hausarbeiten zu leisten. Im Seminar werden überwiegend deutschsprachige Texte gelesen werden, jedoch wird auch die Bereitschaft zur Lektüre von englischsprachiger Fachliteratur vorausgesetzt.

 

 

 

BA-Hauptseminare:

 

15251 Hauptseminar Politische Ökonomie des Parteienwettbewerbs

Arndt Leininger

Ort: Garystr.55/105 Seminarraum (Garystr. 55)

Zeit: Do 16:00-18:00

 

In diesem Seminar befassen wir uns mit der politikwissenschaftlichen Forschung zum Zusammenwirken von Wirtschaft und Wahlen. Wie beeinflussen Wähler*innenbewertungen der Wirtschaft ihre Wahlentscheidung? Wie beeinflussen Regelmäßigkeiten im Wahlverhalten die Politik, Umverteilung und andere Policies? Wie können uns politökonomische Ansätze helfen, den Parteienwettbewerb besser zu verstehen? Die Diskussionen in den Klassen konzentrieren sich auf die Anwendung der Konzepte zur Analyse konkreter Wahlen. Mit diesen und weiteren Fragen werden wir uns ihm Rahmen des Seminars befassen. Es wird von allen Teilnehmer*innen regelmäßige Teilnahme sowie regelmäßige Lektüre der Texte als Vorbereitung auf die einzelnen Sitzungen erwartet. Darüber hinaus wird von allen Teilnehmer*innen eine seminarbegleitende Leistung erwartet, nämlich die Übernahme mehrer kurzer, max. 3 jeweils 5-minütige Referate. Die Studierenden werden gebeten, eine Wahl ihrer Wahl vor dem Hintergrund einer im Kurs diskutierten Theorie zu analysieren und ihre Analyse im Kurs zur Diskussion zu stellen.

 

 

15250 Hauptseminar Experimente in der Wahl- und Einstellungsforschung

Thorsten Faas

Ort: Ihnestr.21/E Seminarraum (Ihnestr. 21)

Zeit: Do 08:30-10:00

 

Experimente erfreuen sich wachsender Beliebtheit in der Politikwissenschaft allgemein und insbesondere im Bereich der Wahl- und Einstellungsforschung. Wir wollen uns im Rahmen dieses Seminars intensiv mit solchen Experimenten beschäftigen. Das Seminar besteht aus drei Teilen: Wir werden uns zunächst mit dem Experiment als Forschungsdesign beschäftigen, ehe wir uns im zweiten Teil verschiedenen Themen aus der Wahl- und Einstellungsforschung widmen, die mit experimentellen Ansätzen erforscht wurden und werden. Schließlich wollen wir im dritten Teil selbst Daten aus Experimenten auswerten.

 

 

 

Masterseminare:

 

15361 Seminar Soziale Netzwerke und Wahlen

Thorsten Faas

Ort: Ihnestr.21/E Seminarraum (Ihnestr. 21)

Zeit: Do 10:00-12:00

 

Soziale Netzwerke prägen die Analysen von Wahlen und Wählerverhalten seit Jahrzehnten: Die frühen Studien von Paul Lazarsfeld aus den 1940er Jahren, aber auch die „South Bend“-Studie von Huckfeldt und Sprague aus den 1980er Jahren beschäftigen sich intensiv mit sozialen Netzwerken und ihren Folgen für Wahlen und Wählerverhalten. Im ersten Teil des Seminars wollen wir uns mit diesen Klassikern der Netzwerkforschung beschäftigen. Im zweiten Teil wollen wir zeitgenössische soziale Netzwerk(plattformen) in den Blick nehmen: Wie lassen sich Plattformen wie Facebook und Twitter konzeptionell fassen? Was wissen wir über ihre Rolle und ihren Einfluss auf Wahlen und Wählerverhalten?

 

 

15360 Seminar Parteien im Wettbewerb - Wahlkämpfe und Parteienfinanzierung

Andreas Feser

Ort: Ihnestr.21/E Seminarraum (Ihnestr. 21)

Zeit: Mo 12:00-14:00

 

Da die Gesellschaft vielfältiger und die Parteienlandschaft bunter werden, werden die Anforderungen an die Parteien härter, im Wettbewerb bestehen zu können. Die schwächer werdende gesellschaftliche Verwurzelung der Parteien lässt die Bedeutung der Medien steigen. Abnehmende Parteibindungen erfordern professionellere Wahlkämpfe. Die Kosten moderner Kommunikation knüpfen den Zusammenhang zwischen den politischen Erfolgen einer Partei und ihrer Finanzierung immer enger. Alle diese Entwicklungen fordern steigende Aufmerksamkeit für die Wettbewerbsbedingungen auf dem „Markt der Stimmen“. Im Rahmen der Lehrveranstaltung sollen Regulierungen erläutert, Kräfteverhältnisse analysiert und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Schwerpunkte werden aktuelle Wahlkämpfe, zentrale Programmaussagen und die Parteienfinanzierung sein.

 

 

Projektseminar:

 

15405 Projektseminar Kommunales Wahlverhalten - Die Kommunalwahl 2018 in Schleswig-Holstein

Thorsten Faas

Ort: Garystr.55/105 Seminarraum (Garystr. 55)

Zeit: Mi 12:00-16:00

 

Kommunalwahlen sind der blinde Fleck der Wahlforschung. Dabei finden wir gerade auf der Ebene von Kommunalwahlen zahlreiche Innovationen und Variationen: Wahlalter 16, Wahlrecht für nicht-deutsche Staatsbürger, Kumulieren, Panaschieren – um nur einige Stichworte zu nennen. Diesen Phänomenen wollen wir uns nach einer kurzen, allgemeinen Einführung in die Wahlforschung widmen. Warum Schleswig-Holstein? Das Bundesland kann auf ein turbulentes Wahljahr mit drei Wahlen zurückblicken: eine Landtagswahl im Mai 2017, die Bundestagswahl im September 2017 und Kommunalwahlen im Mai 2018. Wir haben diese drei Wahlen mit einer dreiwelligen Panelbefragungen von jungen Menschen aus Schleswig-Holstein begleitet, die die Grundlage für den empirischen Teil des Projektseminars bildet.

 

 

Kolloquium:

 

15432 Kolloquium zur politischen Soziologie

Thorsten Faas

Ort: Ihnestr.21/F Seminarraum (Ihnestr. 21)

Zeit: Do 14:00-16:00

 

Das Kolloquium dient der Vorbereitung und Diskussion laufender Abschlussarbeiten aus dem Bereich der „Politischen Soziologie“. Studierende stellen ihre Projekte vor und erhalten Feedback, ebenso üben sie sich darin, andere Qualifizierungsarbeiten zu diskutieren und konstruktiv zu kommentieren. Besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung und Eingrenzung einer präzisen wissenschaftlichen Fragestellung, der theoretischen Verankerung und Hypothesenbildung sowie der Auswahl passender Methoden und Daten. Das Kolloquium kann nur nach vorheriger Rücksprache mit dem Dozenten besucht werden; grundsätzlich wird erwartet, dass Studierende, die eine Abschlussarbeit bei Dozierenden des Bereichs „Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland“ verfassen, dieses Kolloquium besuchen.

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Debatte Dahlem
unter 3 - Der Phoenix-Politik-Podcast mit Thorsten Faas und Erhard Scherfer