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Workshop zur plattformübergreifenden Forschung in der politischen Kommunikation

News vom 06.07.2022

Am Dienstag, den 28. Juni, veranstalteten Annett Heft (Freie Universität Berlin) und Christian Baden (Hebrew University of Jerusalem) im Kontext der Forschungsgruppe „Digitalisierung und Transnationale Öffentlichkeit“ des Weizenbaum Institutes einen Workshop zum Thema „Advancing cross-platform research in political social media communication“. In diesem Rahmen kamen sowohl Teilnehmende der Berliner Universitäten als auch renommierter internationaler Institutionen, wie zum Beispiel dem Oxford Internet Institute, der Hebrew University of Jerusalem als auch der Vrije Universiteit Amsterdam, zusammen. Ziel des Workshops war es, für Forschende der digitalen Kommunikationsforschung Möglichkeiten des Austauschs zu schaffen. Daher lag der Schwerpunkt des Workshops auf der Diskussion offener konzeptioneller und methodischer Fragen aus vergangenen, laufenden und zukünftigen Forschungsprojekten der Teilnehmenden.

Ein erstes Panel konzentrierte sich zunächst auf das Design vergleichender und plattformübergreifender Social-Media-Analysen. Hierbei erörterte Christian Baden zunächst potenzielle Probleme im Forschungsdesign, wenn die zu untersuchenden Plattformen ungleiche Affordanzen, Konventionen und Praktiken aufweisen. Darüber hinaus wurden in weiteren Vorträgen Herausforderungen bei der Erfassung von dynamischen Online-Interaktionen als auch Konzeptualisierungen von Plattform-Affordanzen und Plattform-Features diskutiert.

Ein zweites und drittes Panel konzentrierten sich auf methodische Herausforderungen, wie beispielsweise das Handhaben von Polysemie bei der Durchführung manueller Inhaltsanalysen. Unter anderem referierte Wouter van Atteveldt (Vrije Universiteit Amsterdam) zu der Möglichkeit des Transferlernens für automatisierte Inhaltsanalysen und Philipp Kessling, Mitglied des Leibniz Instituts für Medienforschung, zur plattformübergreifenden Identifizierung, Überwachung und Modellierung von Desinformation. Annett Heft und ihre Kolleg:innen vom an der Freien Universität ansässigen Forschungsprojekt neovex diskutierten abschließend das Sammeln von verschwörungsbezogenen Online-Inhalten.

Die Sitzungen boten Gelegenheit für konstruktive und innovative Diskussionsrunden und förderten somit einen offenen, diversen und internationalen Austausch von Ideen und Wissen im Bereich plattformübergreifender Social-Media-Forschung.

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